Nach Betrugsvorwürfen: Wirecard beruft Sonderprüfer

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DPA

Wirecard-Chef Markus Braun: Top-Wirtschaftsprüfer soll Sonderprüfung durchführen

Der Zahlungsdienstleister Wirecard wird am Wochenende einen führenden Wirtschaftsprüfer mit einer Sonderprüfung beauftragen. So will Vorstandschef Markus Braun die Vorwürfe der Falschbilanzierung gegen das Unternehmen ausräumen.

Der Dax-Konzern Wirecard steht kurz vor der Mandatierung eines Sonderprüfers. Damit will der Zahlungsdienstleister die schwerwiegenden Vorwürfe der „Finanzcial Times“ wegen der Bilanzierungspraktiken des Unternehmens aufklären, erfuhr manager magazin von zwei mit den Plänen vertrauten Personen. Noch am Wochenende solle demnach beschlossen werden, einen der führenden Wirtschaftsprüfer mit der Sonderprüfung zu beauftragen.

Der reguläre Auditor des Konzerns ist EY. Das neue Mandat werde ein anderer Top-Wirtschaftsprüfer erhalten, um dem externen Prüfbericht die größtmögliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Das Unternehmen sei bestrebt, die Sonderprüfung und den Namen des externen Auditors bereits Anfang der kommenden Woche bekanntzugeben. Wirecard Börsen-Chart zeigen wollte dies nicht kommentieren.

Die im deutschen Leitindex geführte Wirecard-Aktie ist von 140 auf zuletzt weniger als 115 Euro eingebrochen, seit die „Financial Times“ am 15. Oktober einen weiteren Artikel sowie Dokumente über fragwürdige Bilanzierungspraktiken veröffentlichte. Das Unternehmen hat die darin erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Die bei der Deutschen Bank für Wirecard zuständige Aktienanalystin Nooshin Nejati hatte infolge des Artikels gefordert, dass Wirecard-Auditor EY einen Sonderbericht über die Vorwürfe vorlegen solle. Mit der Mandatierung eines externen Prüfers geht Wirecard-Vorstandschef Markus Braun nun über diese Forderungen hinaus.

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