Verbesserung der Auktionstheorie: Wirtschaftsnobelpreis geht an Paul Milgrom und Robert Wilson

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Verbesserung der Auktionstheorie Wirtschaftsnobelpreis geht an Paul Milgrom und Robert Wilson

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Paul Milgrom und Robert Wilson haben sich mit Auktionstheorien und -Formaten beschäftigt, von denen nach Überzeugung des Nobelkomitees auch Steuerzahler profitieren. Dafür werden sie mit dem Wirtschaftsnobelpreis geehrt.

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Der Wirtschaftsnobelpreis geht in diesem Jahr an Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson. Die beiden US-Ökonomen werden damit für ihre Verbesserungen der Auktionstheorie und Erfindung neuer Auktionsformate geehrt, wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm bekanntgab.

„Von ihren Entdeckungen haben Verkäufer, Käufer und Steuerzahler weltweit profitiert“, erklärte das Nobelkomitee. Der 1937 geborene Wilson entwickelte eine Theorie für die Auktion von Dingen von einem allgemeinen Wert, der vorab unbekannt ist, etwa von Radiofrequenzen oder die Menge an Bodenschätzen in einem bestimmten Gebiet. Wilson zeigte, warum Bieter dazu neigen, Gebote unterhalb ihrer eigenen Schätzung des allgemeinen Werts abzugeben: Sie haben Sorge, dass sie zu viel zahlen und dadurch schlecht wegkommen.

Der 1948 geborene Milgrom formulierte eine allgemeinere Theorie für Auktionen, die nicht nur den Gemeinwert einbezieht, sondern auch private Werte, die sich von Bieter zu Bieter unterscheiden. Dazu analysierte er Bieterstrategien bei einer Reihe von bekannten Auktionsformaten.

Damit sind für dieses Jahr alle Nobelpreisträger verkündet worden. Bereits in der vergangenen Woche waren die Auserwählten in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden bekanntgegeben worden. Alle Preise sind diesmal pro Kategorie mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 960 000 Euro) dotiert, das ist eine Million Kronen mehr als 2019. Damals waren die drei Ökonomen Esther Duflo, Abhijit Banerjee und Michael Kremer für ihre Verdienste im Kampf gegen die globale Armut ausgezeichnet worden. Duflo ist die bisher erst zweite Frau unter den Preisträgern in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften gewesen.

Der Wirtschaftsnobelpreis geht als einzige der Auszeichnungen nicht auf das Testament des Dynamit-Erfinders und Preisstifters Alfred Nobel zurück. Er wird vielmehr seit Ende der 60er Jahre von der schwedischen Zentralbank gestiftet und gilt somit streng genommen nicht als klassischer Nobelpreis. Trotzdem wird er gemeinsam mit den anderen Preisen an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, überreicht.

Diesmal finden die sonst so feierlichen Nobelpreisverleihungen in Stockholm und Oslo wegen der Corona-Pandemie in anderem und deutlich kleinerem Rahmen statt. In Stockholm, wo alle Preise bis auf den Friedensnobelpreis überreicht werden, ist statt der prunkvollen Zeremonie im Konzerthaus diesmal eine aus dem Rathaus übertragene Verleihung geplant, auf der die Preisträger aus ihrer jeweiligen Heimat zugeschaltet werden sollen.

Seit der ersten Vergabe des Wirtschaftsnobelpreises 1969 war bisher erst ein Deutscher unter den Preisträgern: Der Bonner Wissenschaftler Reinhard Selten erhielt ihn 1994 gemeinsam mit John Nash und John Harsanyi für ihre wegweisenden Beiträge zur nichtkooperativen Spieltheorie.

Mehr zum Thema: Der US-Ökonom Michael Burda über den Nobelpreis und die Leistungsfähigkeit der deutschen VWL.

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