Batterie- und Akkuhersteller steigt in MDax auf: Varta-Großaktionär Michael Tojner macht Kasse

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Varta-Großaktionär Michael Tojner, Chef der Holding Montana Tech Components, verkauft nach dem MDax-Aufstieg von Varta Aktien im Wert von rund 98 Millionen Euro

Umbau in den Aktien-Indizes: Die Softwarefirma Teamviewer und der Batteriehersteller Varta
Börsen-Chart zeigen
steigen wie erwartet in den MDax Börsen-Chart zeigen auf. Dafür steigen 1&1 Drillisch und Fielmann in den SDax ab, wie die Deutsche Börse am Mittwochabend bekanntgab.

Der Aufstieg von Varta und Teamviewer war erwartet worden. Insbesondere die Aktie von Varta war in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen. Am Donnerstag notierte die Aktie von Varta dann rund 3 Prozent im Minus: Varta-Großaktionär Michael Tojner nutzte den MDax-Aufstieg, um nach der Kursrally der vergangenen Wochen ein paar Gewinne mitzunehmen.

Die Comdirect Bank steigt unterdessen in den SDax auf. So hat der Nebenwerteindex drei neue Mitglieder. Neben Varta verlassen Steinhoff und Baywa den Index. Die Änderungen werden zum 23. Dezember wirksam. Im Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen ergeben sich derweil keine Änderungen.

Großaktionär Tojner verkauft Varta-Anteile, Aktie im Minus

Der österreichische Varta-Großaktionär Michael Tojner hat indessen einen Teil seiner Beteiligung an dem schwäbischen Batteriehersteller zu Geld gemacht. Tojners Holding Montana Tech platzierte über Nacht 808.000 Varta-Aktien bei institutionellen Investoren und nahm damit knapp 98 Millionen Euro ein, wie die begleitende Investmentbank Berenberg am Donnerstag mitteilte.

Tojner profitiert damit vom rasanten Kursanstieg des Varta-Papiers, das seinen Wert binnen eines Jahres mehr als vervierfacht hat. Am Donnerstag bröckelte die Aktie im Frühhandel um 2,8 Prozent ab.

Tojners Anteil an Varta sinkt mit der Platzierung auf gut 58 von 60 Prozent. Die Aktien wurden zum Preis von jeweils 121 Euro zugeteilt, das ist ein Abschlag von gut fünf Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch.

Das Unternehmen hatte erst in dieser Woche grünes Licht von der EU-Kommission für den Rückkauf seines Haushaltsbatterien-Geschäfts vom US-Konkurrenten Energizer bekommen.

Die Industriellenfamilie Quandt hatte Varta 2002 zerschlagen. Zwei der drei Unternehmensteile sind nun wieder vereint, nur Varta-Autobatterien kommen vom US-Zulieferer Johnson Controls.

la/dpa

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