US-Wahlen 2020: Joe Biden will den Handelskrieg mit der EU beenden

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US-Wahlen 2020 Joe Biden will den Handelskrieg mit der EU beenden

Joe Biden will den „künstlichen“ Handelsstreit mit der EU beenden, sagt sein Berater. Der US-Präsidentschaftsbewerber wolle die wirtschaftlichen Beziehungen mit der EU stärken.

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Der US-Demokrat Joe Biden würde einem seiner Berater zufolge den Handelsstreit mit der EU beilegen, sollte er Nachfolger von US-Präsident Donald Trump werden. Biden würde aber daran arbeiten, die Ungleichgewichte im Handel mit landwirtschaftlichen Gütern zwischen beiden Seiten abzubauen, sagte Tony Blinken, ein ranghoher Berater Bidens, am Dienstag auf einer Online-Veranstaltung der US-Handelskammer. Biden und Trump hätten einen sehr unterschiedlichen Blick auf Europa. Biden bevorzuge einen deutlich kooperativeren Ansatz zu Themen wie Klima und Handel.

„Die EU ist der weltgrößte Markt. Wir müssen unsere wirtschaftlichen Beziehungen stärken“, sagte Blinken, der unter Ex-Präsident Barack Obama stellvertretender nationaler Sicherheitsberater war. „Und wir müssen auch den künstlichen Handelskrieg beenden, den die Trump-Regierung begonnen hat.“ Dieser vergifte die Wirtschaftsbeziehungen, koste Arbeitsplätze und führe zu steigenden Kosten für die Verbraucher.

Mit der EU gebe es aber ein ernstes Problem wegen der steigenden Ungleichgewichte im Handel mit Agrar-Gütern. Dort gebe es Regeln, die die USA daran hinderten, Güter aus Bereichen zu verkaufen, in denen sie sehr wettbewerbsfähig seien. Auf der anderen Seite gebe es viele gemeinsame Interessen und Ziele, darunter die Notwendigkeit, gegen Chinas Handelspraktiken vorzugehen. Die Wiederherstellung der US-Kernallianzen liege Biden sehr am Herzen. Dazu gehöre auch eine gute Beziehung zur EU.

Wenn Biden gewählt werde, wolle er ein Treffen demokratischer Länder auf den Weg bringen, um über gemeinsame Sorgen wie etwa soziale Ungerechtigkeiten und Vertrauen in die Regierungsführung zu sprechen, sagte Blinken. Ziel dabei könne sein, eine gemeinsame strategische Vision und einen Fahrplan für den Umgang mit Herausforderungen zu entwickeln, egal ob diese aus Russland, China oder dem Iran kämen.

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