US-Ökonom Michael Burda: „Es geht immer auch ums Geld“

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Michael Burda, 61, ist Ökonomieprofessor an der Humboldt-Universität Berlin. Der Amerikaner hat in Harvard promoviert und lehrte unter anderem in Berkeley. Von 2011 bis 2014 war er Chef des Vereins für Socialpolitik, der größten wissenschaftlichen Ökonomenvereinigung im deutschsprachigen Raum.

WirtschaftsWoche: Professor Burda, am 12. Oktober gibt das Nobelpreiskomitee den diesjährigen Preisträger in der Wirtschaftswissenschaft bekannt. Wie hoch ist die Chance, dass nach 26 Jahren mal wieder ein Deutscher ausgezeichnet wird?
Michael Burda: Ehrlich gesagt: gering. Deutschland ist in der internationalen Wirtschaftswissenschaft noch immer ein eher kleiner Player. Das ist zum Teil historisch bedingt. Die Ökonomie stand hier wissenschaftlich – und auch finanziell – nie im Fokus. In Philosophie, Mathematik und in den Naturwissenschaften zeichneten sich große Denker und Forscher aus. Die Liste der großen deutschen Ökonomen hingegen ist nicht übermäßig lang: Gossen, von Thünen, Marx, von Stackelberg, Sombart, Max Weber.

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