Tarifstreit: Verdi kündigt für Dienstag bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr an

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Tarifstreit Verdi kündigt für Dienstag bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr an

Der Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten spitzt sich weiter zu: In wenigen Tagen soll bundesweit die Arbeit niedergelegt werden.

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Im Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr ruft die Gewerkschaft Verdi für Dienstag zu einem bundesweiten Warnstreik auf. Sie begründete dies am Freitag damit, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) abgelehnt habe, mit der Gewerkschaft Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag aufzunehmen.

„Der ÖPNV befindet sich bundesweit in einer schwierigen Situation. Nach 20 Jahren Sparkurs auf dem Rücken der Beschäftigten sind die Grenzen der Belastbarkeit erreicht“, erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. „Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen. Uns bleibt daher nur der Warnstreik, um ein deutliches Signal zu senden, wie ernst die Lage ist.“

Verdi fordert für die bundesweit 87.000 Beschäftigten bei 130 Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs Regelungen zur Nachwuchsförderung und zur Entlastung der Mitarbeiter. Behle wies darauf hin, dass trotz steigender Fahrgastzahlen in den letzten 20 Jahren 15.000 Stellen abgebaut worden seien.

Folgen seien hohe Krankheitsquoten in den Betrieben und fehlender Nachwuchs. In den Ballungsräumen seien Busse und Bahnen überfüllt, in ländlichen Regionen fehlten oftmals die Busfahrerinnen und Busfahrer und die Finanzierung, um viel mehr als eine Grundversorgung zu gewährleisten.

Durch den Warnstreik sei bundesweit mit massiven Beeinträchtigungen im Nahverkehr zu rechnen. Verdi bedauere die Einschränkungen für die Fahrgäste sehr, sagte Behle. Ein guter Tarifvertrag käme allerdings sowohl den Beschäftigten als auch den Fahrgästen zugute.

Mehr: Verdi und Post einigen sich auf Lohnerhöhung von fünf Prozent.

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