SPD-Außenpolitiker Schmid: „Bundesregierung sollte an Nord Stream 2 festhalten“

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SPD-Außenpolitiker Schmid „Bundesregierung sollte an Nord Stream 2 festhalten“

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Im schwelenden Streit um die Gaspipeline Nord Stream 2 unterstützt der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid weiterhin das Projekt, betont allerdings Deutschland müsse seine Russlandpolitik überdenken.

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Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, plädiert im Fall des vergifteten russischen Oppositionellen Alexej Nawalny für eine harte Reaktion der EU, will aber dennoch am Pipelineprojekt Nord Stream 2 festhalten: „Der Fall Nawalny wiegt sehr schwer. Deutschland muss seine Russlandpolitik deshalb grundlegend überdenken. Eine strategische Partnerschaft kann es nicht mehr geben“, sagt Schmid der WirtschaftsWoche.

„Die fällige Antwort muss auf EU-Ebene erfolgen“, forderte Schmid weiter. „Gerade personenzentrierte Sanktionen, etwa bezogen auf Auslandsvermögen und Visa, wären ein spürbares Mittel der Wahl.“

Im schwelenden Streit um die Gaspipeline Nord Stream 2 steht Schmid an der Seite der Bundeskanzlerin, die jüngst erst ihre Unterstützung für das Projekt betont und zugleich die Sanktionsandrohungen aus den USA abgelehnt hatte. „An einem Projekt wie Nord Stream 2 sollte die Bundesregierung festhalten“, sagte Schmid der WirtschaftsWoche.

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