Schwarz-Gruppe: Lidl-Mutter greift nach Teilen der Suez-Recyclingsparte

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Schwarz-Gruppe Lidl-Mutter greift nach Teilen der Suez-Recyclingsparte

Die Schwarz-Gruppe möchte einen Teil der Recyclingsparte des französischen Konzerns übernehmen. Suez kämpft derweil gegen unerwünschte Beteiligungen.

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Europas größter Handelskonzern, die Schwarz-Gruppe, will einen Teil der Recyclingsparte des französischen Abfall- und Abwasserkonzerns Suez übernehmen. Die Schwarz-Tochter PreZero wolle die Suez-Standorte in den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland und Polen erwerben, teilten die beiden Konzerne am Mittwoch mit.

Ausgenommen sei das Kunststoff-Recycling-Geschäft und der Bereich der gefährlichen Abfälle. Der zum Verkauf stehende Teil werde mit 1,1 Milliarden Euro bewertet. Die Übernahme soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden.

„Mit der geplanten Akquisition und der damit einhergehenden Verknüpfung des Know-hows beider Unternehmen schaffen wir Synergien und bilden die Grundlage für weiteres Wachstum“, sagte PreZero-Geschäftsführer Gerald Weiss.

Die beiden Unternehmen hätten zudem eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Möglichkeiten strategischer Partnerschaften zu prüfen. Ziel sei es, das Duale System in Europa weiter zu entwickeln.

Durch den Deal wird PreZero mit rund 10.300 Mitarbeitern in Deutschland, Polen, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Österreich, Italien und den USA präsent sein. Die Schwarz-Gruppe, zu der neben PreZero auch Kaufland und Lidl gehören, setzt über 100 Milliarden Euro um und beschäftigt etwa 458.000 Mitarbeiter.

Suez-Verwaltungsrat gegen Angebot von Veolia

Suez wehrt sich derzeit gegen eine Beteiligung von Veolia und sucht nach anderen Wegen. Veolia hatte vor Kurzem dem französischen Energieunternehmen Engie angeboten, dessen Anteil von 29,9 Prozent an Suez zu kaufen.

Der Suez-Verwaltungsrat hält jüngsten Angaben zufolge Ausschau nach Alternativen zu Veolias 2,9 Milliarden Euro schwerem Angebot, die im Interesse des Unternehmens und der Anteilseigner sind. Die Offerte von Veolia sei feindlich und gegen die Interessen von Suez und der Anteilseigner gerichtet.

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