Schuldenschwemme: Die giftige Geldflut

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Es gibt politische Phrasen, die sind zeitlos, von unbezweifelter Gültigkeit. In einer dieser Phrasen spielt ein Gürtel die Hauptrolle, der stets „enger geschnallt“ gehört. Oft wird Politikern ja vorgeworfen, sie gingen mit Wahlgeschenken auf Stimmenfang und seien im Geldausgeben groß, aber das ist nur die halbe Wahrheit: Einen Politiker, der die Marktplätze der Republik mit seiner Leidenschaft für einen „weiter geschnallten Gürtel“ erobert hätte, hat es noch nicht gegeben.

Helmut Kohl der Leibliche etwa, ausgerechnet, hat die Bundestagswahl 1983 gewonnen, weil er den Deutschen wörtlich abverlangte, den Gürtel enger zu schnallen. Sein Nachfolger Gerhard Schröder ist Legende, seit er im März 2003 sagte: „Wir werden Leistungen des Staates kürzen.“ Und Angela Merkel verwies im Dezember 2008 mit Blick auf den Schuldendienst der öffentlichen Hand auf die „Lebensweisheit“ der „schwäbischen Hausfrau“: Man kann „nicht auf Dauer über seine Verhältnisse leben“.

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