Rüstungselektronik-Hersteller: Hensoldt teilt Aktien am unteren Ende der Spanne zu

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Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt teilt Aktien am unteren Ende der Spanne zu

Das Debüt des Rüstungselektronik-Herstellers an der Frankfurter Börse ist für Freitag geplant. Zum Ausgabepreis wird Hensoldt mit 1,26 Milliarden Euro bewertet.

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Der Börsengang des bayerischen Rüstungselektronik-Herstellers Hensoldt bringt rund 460 Millionen Euro ein. Das Unternehmen aus Taufkirchen bei München teilte 38,3 Millionen Aktien am Mittwochabend zu je zwölf Euro zu – am unteren Ende der Preisspanne, die bis 16 Euro reichte. 300 Millionen Euro davon gehen an den Hersteller von Radarsystemen und Drohnen selbst, wie Hensoldt mitteilte, der Rest an den Eigentümer, den US-Finanzinvestor KKR, der vor vier Jahren bei der damaligen Airbus-Tochter eingestiegen war. 37 Prozent der Aktien sind künftig im Streubesitz. KKR verzichtete auf die Option, bei entsprechender Nachfrage mehr Aktien auf den Markt zu werfen.

Zum Ausgabepreis wird Hensoldt mit 1,26 Milliarden Euro bewertet. Das Debüt an der Frankfurter Börse ist für Freitag geplant. Die Bundesregierung, die wegen der großen Bedeutung für die Bundeswehr ein strategisches Interesse an Hensoldt geltend macht, hatte sich für die Zeit nach dem Börsengang ein Vorkaufsrecht für bis zu 25,1 Prozent der Anteile gesichert. Sie müsste dafür bis zum Jahresende 600 Millionen Euro zahlen – gut das Doppelte wie die übrigen neuen Aktionäre. Greift sie nicht zu, muss sie warten, bis KKR seine Beteiligung auf weniger als 25 Prozent senkt.

Hensoldt ist der zweite Börsengang nach der Sommerpause in Deutschland. Der Wohnmobil-Hersteller Knaus Tabbert hatte am Mittwoch eine Enttäuschung erlebt. Der Aktienkurs fiel am ersten Handelstag um sechs Prozent unter den Ausgabepreis. Dieser hatte mit 58 Euro bereits am unteren Ende der Preisspanne gelegen.

Mehr: Knaus Tabbert mit ernüchterndem Börsendebüt – Deutschland fehlen zugkräftige Tech-Konzerne

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