Geldanlage für Liebhaber: Wie man richtig in Luxusuhren investiert

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REUTERS


Begehrtes Sammlerstück: Rolex-Uhren gelten als potenziell wertstabil – insbesondere, wenn sie wie diese Uhr des früheren Filmstars Paul Newman einen prominenten Vorbesitzer haben.

Es gibt Luxusuhren, die nach kürzester Zeit schon das doppelte wert sind – eine Rendite, von der die meisten nur träumen können. Bei Banken und Sparkassen gibt es so gut wie keine Zinsen, für größere Summen müssen Sparer teilweise sogar zahlen. Wer nicht in Aktien oder Gold investieren möchte, steckt sein Geld in Luxusgüter – warum also nicht in Uhren? Der Haken: Nur wenige Modelle bringen wirklich Geld. Ohne Marktkenntnis kann ein Investment schnell in die Hose gehen.

Viele Uhren auf dem Markt werden ihren Wert nicht halten können, sagt Stefan Muser, Inhaber des Auktionshauses Dr. Crott in Mannheim. „Im aktuellen Bereich – das was man so beim Juwelier kaufen kann – gibt es sehr, sehr, sehr wenige Modelle, bei denen ich ein Wertsteigerungspotenzial sehen würde.“

„Man kann es nur schätzen, aber 70 bis 80 Prozent der Uhren, selbst die hochwertigen Uhren aus der Schweiz und Glashütte, sind als Kapitalanlage ungeeignet“, sagt auch Michael Brückner, der sich als Autor jahrelang mit Uhren und anderen Luxusgütern auseinandergesetzt hat. Die restlichen 20 bis 30 Prozent seien vor allem bestimmte Marken und Modelle, die in den vergangenen Jahren eine gute Performance erreicht haben.

Diese wenigen Marken und Modelle gelten als „Blue Chips“, erklärt Muser. Dieser Begriff bezeichnet an der Börse die umsatzstarken Schwergewichte mit hohem Marktwert, was dort allerdings auch nicht vor Fehlspekulation schützt.

Allerdings seien solche Uhren nie günstig zu bekommen. „Das heißt im wahrsten Sinne: You get, what you pay for.“ Die Topmodelle kosten neu nicht selten so viel wie eine Eigentumswohnung.

Doch es ist gar nicht so einfach, solche Uhren im Fachhandel zu kaufen. Die Modelle seien schlecht zu bekommen und oft auf lange Zeit ausverkauft sagt Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer Bundesverband der Juweliere. Schnell landen sie auf Ebay und Co – zu einem deutlich höheren Preis. „Es gibt Modelle, die am Markt um ein Vielfaches teurer gehandelt werden als die Listenpreise der Hersteller“, erläutert Dünkelmann.


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