Preis für Spritschlucker steigt: Bundesrat billigt neue Kfz-Steuer

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Mehr Kfz-Steuer für Spritschlucker und ein CO2-Preis, der Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas im kommenden Jahr teurer macht: Der Bundesrat hat am Freitag gleich mehrere Gesetze beschlossen, mit denen Deutschland gegen den Klimawandel ankämpfen will. Ab 2021 steigt für neue Autos mit hohem Spritverbrauch die Kfz-Steuer. Das soll die Bürger dazu bringen, sparsamere Pkw zu kaufen.

Bereits zugelassene Autos sind allerdings nicht betroffen. Die Steuer wird künftig stärker daran ausgerichtet, wie viel CO2 ein Fahrzeug ausstößt. Einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft zufolge verteuere sich die Kfz-Steuer pro Jahr im Schnitt um 15,80 Euro – bei vielen Autos ändere sich überhaupt nichts. Zur Reform gehört auch, dass die Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge bis zum 31. Dezember 2025 verlängert wird.

Außerdem billigte der Bundesrat auch einen höheren CO2-Preis im Verkehr und bei Gebäuden ab 2021. Damit startet der Emissionshandel nun mit einem CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne. Die schwarz-rote Koalition wollte eigentlich mit 10 Euro anfangen, auf Druck der Grünen hatte sich aber der Vermittlungsausschuss Ende 2019 auf die Erhöhung geeinigt. Der CO2-Preis verteuert Benzin und Diesel sowie Heizöl und Erdgas. Ziel ist, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen.

Mehr zum Thema: Die Autoindustrie hat einen neuen Verkaufsschlager: den Plug-in-Hybrid. Eine Studie zeigt aber: Das Konzept ist teures Greenwashing.

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