Pharmakonzern: Bayer will Sparprogramm verschärfen und prüft Verkäufe

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Pharmakonzern Bayer will Sparprogramm verschärfen und prüft Verkäufe

Die Corona-Pandemie belastet weiterhin das Geschäft des Pharmakonzerns. Im kommenden Jahr wird ein leicht niedriges Ergebnis erwartet.

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Bayer hat zusätzliche Sparmaßnahmen in Milliardenhöhe angekündigt und dabei einen Arbeitsplatzabbau nicht ausgeschlossen. „Um Bayer in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld weiter voranzubringen, hat der Vorstand beschlossen, zusätzliche operative Einsparungen in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ab 2024 auf den Weg zu bringen“, teilte der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern am Mittwoch in einer Pflichtmittelung mit. Diese seien zusätzlich zu den 2018 angekündigten jährlichen Ergebnisbeiträgen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro ab 2022.

Bayer bestätigte zudem den angepassten Ausblick für 2020. Für 2021 erwartet der Konzern „trotz erheblichen Gegenwinds durch die Covid-19-Pandemie“ besonders im Landwirtschaftssektor einen Umsatz etwa auf dem Niveau von 2020.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie werde dabei etwas unter dem Vorjahrswert erwartet. Bayer hatte im August für das zweite Quartal einen Rekordverlust wegen Rückstellungen für den Glyphosat-Vergleich in den USA bekanntgegeben.

Neben den neuen Einsparungen prüft Bayer den Angaben zufolge nun die Möglichkeit, sich von „nicht-strategischen Geschäften oder Marken unterhalb der Divisionsebene“ zu trennen. Die Dividendenpolitik soll nach dem Willen des Vorstands beibehalten werden: Weiter solle jedes Jahr 30 bis 40 Prozent des bereinigten Ergebnisses je Aktie ausgeschüttet werden. Dabei würden die Ausschüttungen in den kommenden Jahren am unteren Ende der Spanne erwartet.

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