Bain und Advent verzichten auf neue Offerte: AMS startet neuen Anlauf zur Osram-Übernahme

0/50 Bewertungen

Andreas Gebert/REUTERS

Neuer Anlauf: AMS bietet erneut 41 Euro je Osram-Aktie – und senkt die Annahmeschwelle auf 55 Prozent

Die Investoren Bain Capital und Advent planen vorerst kein weiteres Übernahmeangebot für den Beleuchtungskonzern Osram. Dies teilte Osram am Nachmittag in einer ad-hoc-Mitteilung mit. Zugleich startet der österreichische Sensorspezialist AMS einen neuen Anlauf zur Übernahme des Lichtkonzerns: Das Gebot solle wie die zuvor gescheiterte Offerte bei 41 Euro je Aktie liegen, teilte Osram am Freitag in München ebenfalls mit. Die Aktie von Osram Börsen-Chart zeigen stieg daraufhin um rund 3 Prozent.

Den Angaben zufolge will sich AMS diesmal damit zufriedengeben, mindestens 55 Prozent der Osram-Anteile zu erhalten. Der erste Anlauf war vor wenigen Tagen daran gescheitert, dass die Österreicher die selbst gesetzte Mindestschwelle von 62,5 Prozent der Anteile verfehlten.

„Wir haben in den vergangenen Tagen konstruktive Gespräche mit AMS über die Rahmenbedingungen für ein neues Übernahmeangebot geführt“, sagte Osram-Chef Olaf Berlien. Der Vorstand sei zuversichtlich, dass sich beide Seiten auf ein zukunftsfähiges strategisches Konzept verständigen werden.


Lesen Sie auch: Ob Osram will oder nicht – das Tauziehen geht weiter


Die zunächst konkurrierenden Kaufinteressenten, die Finanzinvestoren Advent und Bain, sähen hingegen derzeit von einem Übernahmeangebot ab. Die AMS-Offerte bewertet Osram insgesamt mit rund 4,6 Milliarden Euro. AMS besitzt bereits knapp 20 Prozent der Anteile. Solange das Unternehmen diesen Anteil nicht abgibt, wäre eine Übernahme durch andere Investoren kaum möglich.

AMS hatte in einem bis zum 1. Oktober laufenden freiwilligen Übernahmeangebot 41 Euro je Aktie für Osram geboten. Die Mindestannahmeschwelle von 62,5 Prozent wurde aber mit 51,6 Prozent deutlich verfehlt. Nun ist denkbar, dass AMS durch die auf 55 Prozent gesenkte Annahmeschwelle doch noch zum Erfolg kommt.

la/rei/dpa

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*