Newsletter „Recht & Steuern“: Steuern sparen mit Oma und Opa als Babysitter

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Newsletter „Recht & Steuern“ Steuern sparen mit Oma und Opa als Babysitter

Wenn die Großeltern auf die Enkel aufpassen, erfreut das bestenfalls alle Beteiligten – außer den Fiskus, denn mit etwas Geschick sind Steuervorteile drin.

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Mittlerweile trauen sich wieder mehr Familien, die Großeltern für die Kinderbetreuung einzuspannen. In der akuten Coronakrise im Frühjahr waren viele Eltern und Großeltern zurückhaltend, aus Sorge vor möglichen Ansteckungsrisiken. Mit der gebotenen Vorsicht sind nun auch hier Lockerungen möglich. Im besten Fall erfreuen sich alle Beteiligten an dieser Unterstützung. Nur das Finanzamt ist nicht immer glücklich darüber, denn mitunter profitieren die Familienmitglieder dabei auch noch von Steuervorteilen.

Das klingt überraschend. Oft unterstützen die Großeltern ja gerne – und unentgeltlich. Doch selbst dann können die Eltern sich bei ihren Eltern, also den Großeltern, erkenntlich zeigen und zumindest die Fahrtkosten erstatten, mit 0,30 Euro pro Kilometer. Diese Ausgabe zählt dann steuerlich zu den Kinderbetreuungskosten. Pro Kind dürfen davon bis zum 14. Geburtstag maximal 6000 Euro abgesetzt werden, die zu zwei Dritteln das zu versteuernde Einkommen drücken. Ab 14 Jahren kann zumindest ein Steuerabzug als haushaltsnahe Dienstleistung möglich sein. Und wollen Eltern mehr als nur die Fahrtkosten zahlen, wäre auch eine Entlohnung über einen privaten Minijob möglich. Werden dabei die einerseits eingesparten und andererseits zu zahlenden Steuern und Sozialabgaben in der Großfamilie verrechnet, bleibt der Familie als Ganzes immer noch ein nennenswerter Vorteil.

Allerdings ist bei derartigen Modellen Sorgfalt geboten. Finanzämter gehen schnell von Tricksereien aus, auch Finanzgerichte haben in einigen Fällen den Steuervorteil aberkannt. So war es zum Beispiel ein Problem, wenn die Großeltern die erstatteten Fahrtkosten prompt wieder ihren Kindern zurücküberweisen. Außerdem sollte die Fahrtkostenerstattung zeitnah erfolgen, nicht erst mit mehreren Jahren Verspätung.

Aus mehreren Urteilen lassen sich weitere Vorgaben ableiten. Wenn Eltern und Großeltern diese beachten, sollte dem Steuervorteil nichts mehr im Wege stehen. Diese Vorgaben und die praktische Umsetzung der innerfamiliären Kinderbetreuung stellen wir in der kommenden Ausgabe unseres Newsletters „Recht & Steuern“ vor. Unter www.wiwo.de/recht können Sie den Newsletter abonnieren.

Im Newsletter finden Sie jede Woche Hinweise, zu gesetzlichen Änderungen, Grundsatzurteilen und laufenden Gerichtsverfahren, auf die Sie sich berufen können. Woche für Woche bringt der Service Sie auf den neuesten Stand, konsequent verbraucherorientiert, garantiert ohne Fachchinesisch. Die Themen Recht und Steuern sind ein weites Feld. Wir wollen Sie hindurchführen. Nicht orientierungslos, sondern mit einem klaren Ziel: Finanziell mehr für Sie herauszuholen. Wissen, das sich auszahlt! Komplexe Themen einfach erklärt. Mit Fokus auf die konkrete Umsetzung: Was heißt das ganz praktisch? Was lässt sich da machen?

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