Newsletter Recht & Steuern: Steuern sparen mit der Krankenversicherung

0/50 Bewertungen

Newsletter Recht & Steuern Steuern sparen mit der Krankenversicherung

In der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung werden 2021 wohl die Beiträge steigen. Doch die Mehrkosten können sich die Versicherten teilweise beim Finanzamt wiederholen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wollen von Gesundheitsminister Jens Spahn mehr Geld. Ohne zusätzliche Steuermilliarden für den Gesundheitsfonds werden die Zusatzbeiträge für die Versicherten 2021 steigen, drohen sie. Schuld daran seien die teuren Corona-Maßnahmen.

Die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds betrug im Januar 2020 noch 10,2 Milliarden Euro. Wegen Corona machte der Gesundheitsfonds im ersten Halbjahr ein Defizit von 7,2 Milliarden Euro. Der Bund hat das Defizit zum Teil aus Steuermitteln ausgeglichen. Die finanzielle Lage bleibt angespannt, was Beitragserhöhungen wahrscheinlich macht.

Gesundheit wird für die Bürger immer teurer, egal ob gesetzlich oder privat versichert. Allerdings können die Versicherten einen Teil dieser Kosten steuerlich abziehen. Beiträge zur Krankenversicherung auf GKV-Niveau sind unbeschränkt abzugsfähig. In der privaten Krankenversicherung (PKV) können Versicherte den Teil des Beitrags absetzen, der der Basisvorsorge entspricht. Diese Basisvorsorge deckt etwa das GKV-Leistungsniveau ab.

Im gleichen Steuertopf wie die Krankenversicherungsbeiträge werden aber auch andere Beiträge verbucht, etwa für Haftpflicht oder Berufsunfähigkeit. Dabei gilt pro Jahr eine Grenze von 1900 Euro für Arbeitnehmer und 2800 Euro für Selbstständige. Die Folge: Übersteigen allein die Krankenversicherungsbeiträge diese Grenze, wirken sich die anderen Kosten gar nicht mehr aus.

Doch es gibt eine Strategie, damit möglichst viel an Versicherungsbeiträgen steuerlich genutzt werden kann: Dabei werden Beiträge für die Krankenversicherung im Voraus gezahlt. So sind teils einige tausend Euro Steuerersparnis drin. Wie sie dadurch Steuern sparen können, steht im neuen Newsletter „Recht & Steuern“.

Trotz der klaren gesetzlichen Regeln gibt es immer wieder Streitfälle zwischen Versicherten und Finanzamt. Das liegt auch an der Tarifpolitik der gesetzlichen und privaten Krankenversicherer. Policen, die die Beitragszahlung anders als bisher regeln, werfen auch neue steuerliche Fragen auf. Das gilt beispielsweise für die Wahltarife der GKV, die mit Boni Versicherte für gesundheitsbewusstes Verhalten belohnen.

Kürzlich fällte der Bundesfinanzhof ein Urteil zugunsten eines GKV-Versicherten in einem Wahltarif. Es ging um die Frage, ob Boni den Steuerabzug von Kassenbeiträgen mindern. Was der BFH-Entscheid für die Versicherten bedeutet, lesen Sie ebenfalls im aktuellen Newsletter „Recht & Steuern“ der WirtschaftsWoche. Vier Wochen können Sie den Newsletter kostenlos testen. Im Anschluss kostet er ansonsten 7,90 Euro monatlich. Eine Investition, die Sie schnell wieder reinholen, wenn auch nur ein Tipp für Sie umsetzbar ist. Und es werden mehr sein – da sind wir sicher.

Mehr zum Thema: Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen, legale Steuertricks: Unser Newsletter „Recht & Steuern“ ist Ihr persönlicher Coach in Steuer- und Rechtsfragen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*