Luftfahrt: Norwegian ruft nach weiterer Finanzspritze

0/50 Bewertungen

Luftfahrt Norwegian ruft nach weiterer Finanzspritze

Die anhaltende Coronakrise trifft die norwegische Billigairline empfindlich. Um die Pandemie zu überstehen, braucht Norwegian weitere Finanzhilfen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Die norwegische Airline Norwegian hat seit dem Ausbruch des Corona-Virus so viele Verluste gemacht, dass sie nach eigenen Angaben auf weitere Hilfen angewiesen ist. „Wir sind dankbar für die Darlehensgarantie, die uns die norwegische Regierung zur Verfügung gestellt hat und wofür wir hart gearbeitet haben. Angesichts der aktuellen Marktbedingungen reicht es jedoch nicht aus, diese anhaltende Krise zu überstehen“, sagte Konzernchef Jakob Schram am Freitag laut einer Pressemitteilung.

Im Mai gelang es Norwegian, Schulden in Aktien umzuwandeln. Das machte den Weg frei für staatliche Kreditgarantien im Wert von 3 Milliarden Kronen (285 Millionen Euro) und 340 Millionen Kronen (32,3 Millionen Euro) von privaten Banken.

Der Umsatz sei gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um 65 Prozent auf 7 Milliarden norwegische Kronen (665 Mio Euro) zurückgegangen, hieß es nun. Die Verluste beliefen sich demnach auf minus 4,8 Milliarden Kronen (456 Mio Euro) vor Steuern.

„Anfang 2020 erwarteten wir dank erfolgreicher kostensparender Initiativen und eines effizienteren Betriebs ein positives Ergebnis und den besten Sommer aller Zeiten“, sagte Schram. „Dann wurden wir von Covid-19 getroffen und die Nachfrage hörte buchstäblich von einem Tag auf den anderen auf.“ Die Anzahl der Passagiere sei um 71 Prozent gesunken. 8000 Mitarbeiter wurden inzwischen freigestellt oder entlassen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*