Liberale: Lindner will Wissing offenbar als FDP-Generalsekretär durchsetzen

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Liberale Lindner will Wissing offenbar als FDP-Generalsekretär durchsetzen

Im September halten die Liberalen ihren Parteitag ab. Der FDP-Chef will dann einem Bericht zufolge Volker Wissing als Generalsekretär durchsetzen – gegen den Willen der Amtsinhaberin.

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FDP-Chef Christian Lindner will Volker Wissing offenbar schon auf dem Parteitag im September als Generalsekretär durchsetzen, obwohl die amtierende Generalsekretärin Linda Teuteberg ihren Rücktritt nicht angeboten hat. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Wie die dpa am Montag am Rande der FDP-Gremiensitzungen weiter erfuhr, sagte Teuteberg daraufhin, sie wolle der Partei eine Hängepartie ersparen. Sie sei aber nicht zurückgetreten. Wissing ist derzeit in einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen in Rheinland-Pfalz Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Linder wollte dem Vernehmen der dpa nach dem Bundesvorstand im Anschluss an das Präsidium einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Der FDP-Chef will seine Partei offensichtlich gut ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 neu aufstellen.

So soll laut der Nachrichtenagentur mit großer Wahrscheinlichkeit der frühere SPD-Politiker Harald Christ, der erst im März zur FDP kam, neuer Schatzmeister werden. Lindner schlug Christ am Montag im Parteivorstand als Nachfolger von Hermann Otto Solms (79) vor, wie dpa unter Berufung auf Teilnehmer weiter berichtet. Auch Christ soll bereits auf dem Parteitag in sein neues Amt gewählt werden.

Ausgewiesene Fachfrau

Teuteberg, gebürtige Brandenburgerin, wurde erst im April 2019 mit großer Mehrheit zur Generalsekretärin gewählt. Damals standen mehrere Wahlen in den neuen Bundesländern an. Sie gilt als ausgewiesene Fachfrau, aber als zu zurückhaltend für den Posten der Generalsekretärin einer Partei in der Opposition.

Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, beklagte am Morgen im ARD-„Morgenmagazin“, zur Debatte um Teuteberg: „Ich finde diese ganze Posse, die tut uns als Partei überhaupt nicht gut.“ Die Wähler hätten keine Lust darauf, eine Partei zu wählen, die sich ständig streitet.

„Es ist an der Zeit, jetzt wirklich den Turbo anzuschmeißen, weil wir haben in gut einem Jahr eine Bundestagswahl.“ Lindner warf sie indirekt vor, Partei und Fraktion nicht breit genug.

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