Leasingfirma: Grenke engagiert Prüfer von Warth & Klein für weiteres Sondergutachten

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Leasingfirma Grenke engagiert Prüfer von Warth & Klein für weiteres Sondergutachten

Nach den Vorwürfen von Fraser Perring gibt Grenke ein weiteres Sondergutachten in Auftrag. Dieses soll das Franchise-Geschäft genauer prüfen.

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Die Leasingfirma Grenke hat die Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Warth & Klein Grant Thornton für eine Sonderprüfung engagiert. Die Prüfer sollen sich das Franchise-Geschäft des Unternehmens genauer anschauen, das im Fokus der Vorwürfe des britischen Investors Fraser Perring steht, wie Grenke am Donnerstag mitteilte. Unter anderem werde die Marktüblichkeit der Bewertungen der Franchisefirmen, die Vorteilhaftigkeit für Grenke und die Validierung der Kaufverträge untersucht.

Fraser Perring veröffentlichte vergangene Woche einen 64-seitigen Bericht, in dem er dem Unternehmen aus Baden-Baden unter anderem Betrug, Bilanzfälschung und Geldwäsche vorwarf. Der Aktienkurs brach daraufhin deutlich ein. Der Konzern hatte daraufhin den Abschlussprüfer KPMG beauftragt, ein umfassendes Sondergutachten zu erstellen.

Grenke verdient sein Geld vor allem mit dem Verleih von IT und anderen Technologie-Produkten an kleine und mittlere Firmen sowie mit verwandten Dienstleistungen. Zum Kerngeschäft des MDax-Konzerns gehört es, neue Regionen mit Franchisenehmern aufzubauen und diesen die neuen Unternehmen nach einigen Jahren abzukaufen.

Die Finanzaufsicht Bafin, unter deren Kontrolle Grenke als Leasingfirma steht, prüft den Vorgang und will wegen des milliardenschweren Bilanzskandals beim insolventen Zahlungsabwickler Wirecard sehr genau hinschauen.

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