Krise in der Autoindustrie: Zulieferer Schaeffler baut 4400 weitere Stellen ab

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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler will bis Ende 2022 wegen der Krise in der Automobilindustrie 4400 weitere Stellen in Deutschland und Europa abbauen. Betroffen seien im wesentlichen zwölf Standorte in Deutschland – darunter der Stammsitz im fränkischen Herzogenaurach – und zwei weitere im europäischen Ausland, teilte Schaeffler am Mittwoch in Herzogenaurach mit. Für den Standort Wuppertal werde auch eine Komplettschließung nicht mehr ausgeschlossen.

Schaeffler erhofft sich durch das Maßnahmenpaket ein Einsparpotenzial in Höhe von 250 bis 300 Millionen Euro jährlich, das 2023 zu 90 Prozent realisiert sein soll. Dem stehen Transformationsaufwendungen in Höhe von 700 Millionen Euro gegenüber.

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von Annina Reimann, Karin Finkenzeller, Cornelius Welp

„Trotz einer Belebung der Nachfrage in allen drei Sparten und vier Regionen in den letzten Monaten bleibt die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie und die daraus resultierende Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage hoch“, heißt es in der Mitteilung. Vorstandschef Klaus Rosenfeld hatte zuletzt noch betont, Schaeffler sei bisher relativ gut durch die Corona-Krise gesteuert.

Die Nachricht aus Herzogenaurach kommt nur einen Tag nach einem „Autogipfel“ in Berlin, bei dem Bundesregierung und Industrie Maßnahmen zur Stärkung der angeschlagenen Automobilindustrie und ihrer Zulieferer in Deutschland beraten hatten. Die Situation der Zulieferer gilt als besonders prekär. Zuletzt hatte der Schaeffler-Konkurrent Continental größere Personalreduzierungen angekündigt.

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