Ifo-Institut: Am meisten Kurzarbeit in Bayern und Baden-Württemberg

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Ifo-Institut Am meisten Kurzarbeit in Bayern und Baden-Württemberg

Laut Ifo-Institut gibt es in Deutschland die meisten Kurzarbeiter im Süden. Bayern und Baden-Württemberg sind demnach am stärksten betroffen.

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Im industriestarken Süddeutschland gibt es bundesweit die meisten Kurzarbeiter. Allein in Bayern waren es im August schätzungsweise 17 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, nach 21 Prozent im Juli, wie das Ifo-Institut am Dienstag zu einer Umfrage mitteilte. Damit sank die Zahl von 1,2 Millionen auf 990.000. In Baden-Württemberg waren es 16 Prozent nach 19 Prozent – oder 750.000 nach 900.000 Menschen. „In Ländern mit großer Automobil- und Zulieferer-Industrie sowie Metallverarbeitung und Maschinenbau wird weiterhin sehr viel Kurzarbeit gefahren“, sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link.

Insgesamt sank die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland im August auf 14 Prozent der Beschäftigten, nach 17 Prozent im Juli. Das waren nach Angaben der Münchner Forscher im August schätzungsweise 4,6 (Juli: 5,6) Millionen Menschen. Demnach gab es in Hessen 14 Prozent Kurzarbeiter oder 380.000 Arbeitnehmer, in Nordrhein-Westfalen 13 Prozent oder 940.000 Kurzarbeiter. Niedersachsen und Bremen kamen auf zwölf Prozent oder 400.000, Rheinland-Pfalz und das Saarland ebenfalls auf zwölf Prozent oder 220.000 Menschen, und auch Sachsen kam auf zwölf Prozent mit 190.000 Kurzarbeitern.

Weniger Kurzarbeit gab es in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit elf Prozent oder 170.000 Arbeitnehmern. Am wenigsten Kurzarbeit gefahren wird laut Ifo in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit zehn Prozent oder 300.000 Kurzarbeitern sowie in Schleswig-Holstein und Hamburg mit ebenfalls zehn Prozent oder 210.000 Menschen.

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