Die Ökonomie der ideologischen Geldanlage: Was bringt ein politisch motivierter Aktienboykott?

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Wenn Bill Gates (63) etwas verändern will, dann steigt er ein. Allein eine Milliarde Dollar hat der Microsoft-Gründer mit einigen weiteren Superreichen für Breakthrough Energy Ventures mobilisiert, einen Fonds, der neue saubere Technologien zur Marktreife bringen soll. Von Boykotten hält Gates nichts: Nur weil grüne Investoren aus fossilen Brennstoffen ausstiegen, sei vermutlich noch keine einzige Tonne CO2 eingespart worden, kritisierte er jüngst. Er wisse nicht, welcher Mechanismus da Emissionen verringern solle.

Das sogenannte Divestment liegt allerdings im Trend (siehe Grafik). Großanleger wie Kaliforniens Pensionsfonds, der norwegische Staatsfonds oder führende europäische Versicherer meiden längst die Kohlewirtschaft. Öl, Gas und weitere energieintensive Industrien sind im Visier. Erste klimabewusste Investoren listen auch deren Aktien aus.

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