German Property Group: „Ein paar Zentimeter von der Wahrheit entfernt“

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Gerrit Hölzle ist Insolvenzverwalter und Partner der Kanzlei Görg. Er war bereits bei zahlreichen Großverfahren in unterschiedlichen Funktionen im Einsatz, so begleitete er etwa die Eigenverwaltung des Windanlagenherstellers Senvion.

WirtschaftsWoche: Herr Hölzle, der Immobilienmarkt hat in den vergangenen Jahren enormen Zuwächse erzielt. Was ist bei German Property Group schiefgelaufen?
Gerrit Hölzle: Es gab keine vernünftige Buchführung bei der German Property Group, deshalb gestaltet sich die Aufarbeitung mühsam. Was wir inzwischen wissen ist, dass die Gruppe schon seit Jahren erhebliche Probleme hatte. Man hatte sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Immobilien konzentriert und dazu baufällige Häuser überwiegend kreditfinanziert erworben, diese aufgeteilt und an Anleger weiterverkauft. Da der Prozess aber oft länger dauerte als geplant war, stieg die Zinsbelastung und die Verkaufserlöse deckten schließlich die Kreditsummen nicht mehr. Finanzlöcher wurden über die Einzahlungen neuer Anleger gestopft.

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