Geopolitik: Türkei und Libyen: Vereinte Nationen registrieren umstrittenen Deal zu Seegrenzen

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Geopolitik Türkei und Libyen: Vereinte Nationen registrieren umstrittenen Deal zu Seegrenzen

Im vergangenen Jahr hatten sich Ankara und Tripolis darauf verständigt, ihre Seegrenzen neu abzustecken. Zahlreiche Länder lehnen diesen Deal ab.

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Die Vereinten Nationen haben nach türkischen Angaben ein Seeabkommen zwischen Ankara und der international anerkannten libyschen Regierung formal registriert. Die seit mehr als 500 Jahren bestehenden engen Beziehungen mit Libyen würden nun weiter gestärkt, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Freitag via Twitter mit.

Im vergangenen Jahr hatten Ankara und die in Tripolis ansässige Regierung eine Absichtserklärung erzielt, die ihre Seegrenzen neu abstecken soll. Damit wollen sie sich Zugriff auf größere Gebiete des Mittelmeers und die Erschließung potenzieller Rohstoffvorkommen verschaffen. Griechenland, Zypern und andere Länder lehnen den Deal ab.

Der Streit verschärft die Spannungen, die zwischen Ankara, Zypern und Griechenland wegen den türkischen Erdgaserkundungen in umstrittenen Gewässern im östlichen Mittelmeer bereits bestehen.

Die Türkei und die international anerkannte libysche Regierung unterzeichneten 2019 auch ein Abkommen für eine engere Sicherheits- und Militärkooperation. Ankara schickte im laufenden Jahr Truppen, syrische Söldner und andere Militärhilfe nach Libyen, um die Führung in Tripolis bei der Abwehr rivalisierender Kräfte des im Osten Libyens herrschenden Generals Chalifa Haftar zu unterstützen. Damit wendete sich im Bürgerkrieg das Blatt zugunsten der Regierung in Tripolis.

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