Gaspipeline: Laschet und Kretschmer wollen eine europäische Lösung für Nord Stream 2

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Gaspipeline Laschet und Kretschmer wollen eine europäische Lösung für Nord Stream 2

Das Projekt rund um den Bau der Nord-Stream2-Pipeline ist seit Beginn umstritten. Nun haben sich die CDU-Ministerpräsidenten dazu positioniert.

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Die CDU-Ministerpräsidenten Armin Laschet und Michael Kretschmer bremsen in der Debatte um ein Aus für die Gaspipeline Nord Stream 2 als Reaktion auf den mutmaßlichen Mordanschlag auf den russischen Regimekritiker Alexej Nawalny. Russland müsse den Vorgang restlos aufklären und Täter zur Verantwortung ziehen, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet am Samstag im sächsischen Schwarzenberg. „Dann brauchen wir eine europäische Antwort – keinen Alleinweg -, wo Europa insgesamt seine Position gegenüber Russland deutlich macht“, fügte er auf die Frage nach einem Nord Stream 2 dazu, die mehr russisches Gas nach Westeuropa bringen soll.

Laschet, der im Dezember CDU-Chef werden möchte, betonte, dass dies auch die Position der Bundesregierung inklusive von Außenminister Heiko Maas (SPD) sei. Zudem habe er gestern mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) über das Thema gesprochen. Auch dieser hatte sich zurückhaltend gegenüber Forderungen nach einer Vermischung der Themen Nawalny und Gaspipeline geäußert. „Es ist gut, wenn wir hier möglichst geschlossen zu einer gemeinsamen Lösung kommen“, sagte Laschet mit Blick auf die europäische Abstimmung.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer erinnerte daran, dass es auch im Kalten Krieg mit der Sowjetunion als politischen Gegner Gaslieferungen aus dem Osten gegeben habe. Es sei völlig falsch, nun die wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland zu trennen, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Zuvor hatten die anderen beiden Bewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz und Norbert Röttgen, gefordert, das Projekt Nord Stream 2 auf den Prüfstand zu stellen.

Mehr: Lesen Sie hier, warum Friedrich Merz Baustopp von Nord Stream 2 fordert.

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