Euro/Dollar: Eurokurs weiter knapp unter 1,18 US-Dollar

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Euro/Dollar Eurokurs weiter knapp unter 1,18 US-Dollar

Schlechte Stimmung an den Aktienmärkten verleiht der US-Währung Aufschwung. Weiter unter Druck steht das britische Pfund.

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Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch nach seinen Verlusten am Vortag knapp unter der Marke von 1,18 US-Dollar stabilisiert. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1780 Dollar und damit in etwa so viel wie im späten Handel am Dienstag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1785 Dollar festgesetzt.

Der Dollar hatte in den vergangenen Handelstagen von seiner Rolle als Weltreservewährung profitiert und deswegen im Zuge der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten zugelegt. Damit reduzierte er einen Teil seiner jüngsten Verluste.

Weiter unter Druck steht das britische Pfund – dieses gab sowohl im Vergleich zum Euro als auch zum Dollar weiter nach. Anleger blicken weiter mit Sorge auf die laufende Verhandlungsrunde zwischen Großbritannien und der EU über einen Handelspakt nach dem Brexit. Die britische Regierung will am Mittwoch einen Gesetzesentwurf für Änderungen am bereits gültigen Brexit-Abkommen ins Parlament einbringen.

Nordirland-Minister Brandon Lewis hatte am Dienstag im Unterhaus den verblüfften Abgeordneten bestätigt, dass das sogenannte Binnenmarktgesetz nicht nur einen Teil des Abkommens aushebeln, sondern sogar internationales Recht verletzen würde. Dies war sowohl im Parlament als auch in Brüssel auf heftige Proteste gestoßen. Die Europäische Union pochte umgehend auf Vertragstreue: Das sei Voraussetzung dafür, dass das für 2021 anvisierte Handelsabkommen mit Großbritannien zustande komme.

Inhaltlich geht es um umstrittene Vertragsklauseln zu Nordirland. Sie sollen verhindern, dass zwischen dem britischen Landesteil Nordirland und dem EU-Staat Irland eine feste Grenze entsteht.

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