Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Stimmung an den US-Märkten bleibt optimistisch

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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Stimmung an den US-Märkten bleibt optimistisch

Die Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen macht Aktien für die Anleger weiterhin attraktiv. Außerdem gibt es weitere Fortschritte beim Thema Corona-Impfstoff.

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Der Höhenflug an den US-Börsen hält an. Der breiter gefasste S&P 500-Index startete am Freitag den fünften Tag in Folge auf einem Rekordhoch und legte 0,4 Prozent auf 3498 Punkte zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,2 Prozent auf 28.542 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,6 Prozent auf 11.685 Punkte.

Neuer Schwung für die Wall Street kam am Donnerstag von der US-Notenbank (Fed), die mit ihrer Änderung der geldpolitischen Strategie den Weg für anhaltend niedrige Zinsen bereitete. „Mit der massiven Flut an billigem Geld bleiben Aktien weiterhin sehr attraktiv, trotz der zahlreichen Unsicherheiten“, sagte Marktexperte Milan Cutkovic vom Handelshaus Axitrader.

Indes geht es wirtschaftlich in den USA scheinbar weiter bergauf. Die US-Amerikaner haben ihren Konsum im Juli weiter gesteigert, jedoch nicht mehr so kräftig wie in den Vormonaten. Nachdem sich die Bürger wegen der Coronakrise stark eingeschränkt hatten, zog der private Verbrauch nun den dritten Monat in Folge an. Er legte im Juli um 1,9 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 1,5 Prozent gerechnet, nach einem Plus von 6,2 Prozent im Juni.

Auch Fortschritte im Wettlauf um die Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen im Kampf gegen Covid-19 muntern die Anleger momentan auf. So will der Pharmakonzern Johnson & Johnson einen möglichen Corona-Impfstoff in Spanien, Deutschland und den Niederlanden testen.

„Wünschenswert wäre eine breitere Aufstellung der Rally. Das würde uns ein etwas größeres Vertrauen der Marktteilnehmer in die wirtschaftliche Erholung signalisieren“, sagte Stratege Albert Brenner vom Vermögensberater People’s United Advisors. Momentan konzentrierten sich die Anleger auf technologielastige Titel.

Einzelwerte im Fokus

Workday: Ein Beweis dafür, dass Technologieunternehmen in der Pandemiephase boomen, ist der Anbieter von Unternehmenssoftware Workday. Das Unternehmen hatte seine seine Jahresprognose nach oben korrigiert hat, die Aktie stieg um 13 Prozent.

Carnival: Der geplante Neustart der Aida-Kreuzfahrten im Herbst kommt bei den Aktionären der US-Muttergesellschaft Carnival gut an. Die Aktien legten 2,5 Prozent zu. Aida hatte zuvor angekündigt, ab November die Kreuzfahrtschiffe wieder auf Fahrt zu schicken.

Coca-Cola: Der von der Coronakrise betroffene US-Getränkekonzern will sich von 4000 Mitarbeitern in den USA, Kanada und Puerto Rico trennen. Ein Großteil solle Abfindungsangebote bekommen, teilte das Unternehmen mit. Dadurch würden Kosten in Höhe von 350 bis 550 Millionen Dollar entstehen. Das Unternehmen plane außerdem Entlassungen. Coca-Cola gab keine Einzelheiten zum insgesamt beabsichtigten Personalabbau an. Die Aktie stieg um 0,8 Prozent.
Dell Technologies: Die Aktien von Dell Technologies stiegen um 6,4 Prozent. Das Unternahmen übertraf mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen der Analysten. Es gab eine sehr hohe Nachfrage nach HP-Notebooks und Softwareprodukten.

Ulta Beauty: Der Kosmetikeinzelhändler Ulta Beauty legte um 7,8 Prozent zu, nachdem er einen Quartalsgewinn über den Markterwartungen erzielt hatte.

Moderna: Der US-Biotechkonzern führt eigenen Angaben zufolge Gespräche mit der japanischen Regierung über die Lieferung von mindestens 40 Millionen Dosen seines potenziellen Coronavirus-Impfstoffs. Das Mittel befinde sich bereits in der Endphase der klinischen Entwicklung, teilte Moderna mit. Sofern eine behördliche Zulassung erteilt werde, könnte der Impfstoff ab dem ersten Halbjahr 2021 von Takeda Pharmaceutical vertrieben werden. Japan hat bereits ähnliche Vereinbarungen wie mit Moderna mit anderen Arzneimittelherstellern unterzeichnet, darunter Pfizer und AstraZeneca. Die Aktie notierte im frühen US-Handel 0,7 Prozent höher.

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