Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Steigende Kurse an der Wall Street – Neue Börsenpläne sorgen für höhere IBM-Kurse

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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Steigende Kurse an der Wall Street – Neue Börsenpläne sorgen für höhere IBM-Kurse

Die US-Börsen beginnen damit, die Aussicht auf einen Wahlsieg des Demokraten Joe Biden zu verarbeiten. Die Kurse von Solarfirmen gehen in die Höhe.

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Die Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen für die unter der Corona-Krise leidende US-Wirtschaft hat die Kurse an der Wall Street am Donnerstag erneut gestützt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,3 Prozent auf 28.385 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gewannen je 0,4 Prozent auf 3434 beziehungsweise 11.404 Zähler.

US-Präsident Donald Trump sagte in einem Telefon-Interview mit dem Sender Fox Business Networks, dass die Chancen für eine Einigung über Corona-Konjunkturhilfen gut stünden und dass die Gespräche beginnen, produktiv zu werden. Tage zuvor hatte die von ihm verkündete Verschiebung der Gespräche auf die Zeit nach den Wahlen für Verstimmung an den Börsen gesorgt.

„Die Stimulusgespräche laufen in der einen Minute, in der nächsten sind sie beendet“, sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Broker Think Markets. Die Anleger fragten sich, wie das weitergehe und ob die positiven Töne von Trump ausreichten, um die Börsen zu stützen.

Wenig Unterstützung für die Börsen kam von den jüngsten Arbeitsmarktdaten: Knapp vier Wochen vor der Präsidentenwahl zeichnet sich keine starke Belebung nach der Corona-Rezession ab. Insgesamt stellten vorige Woche 840.000 Amerikaner einen Erstantrag auf staatliche Arbeitslosenhilfe und damit nur 9000 weniger als zuletzt.

Mehreren Analysten und Fondsmanager zufolge beginnen die Aktienmärkte damit, die Aussicht auf einen Wahlsieg des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden zu verarbeiten. Öffentliche Meinungsumfragen und Wettmärkte haben gezeigt, dass die Unterstützung für Biden gestiegen ist, nachdem Trump vergangene Woche mit dem Covid10-Virus infiziert wurde.

Das wichtigste Ergebnis: Der Vorsprung von Joe Biden treibt die Kurse von Solarfirmen in die Höhe. Der Invesco Solar-ETF etwa gewann allein im vergangenen Monat 42 Prozent an Wert. Vor allem die Hoffnung, dass die Demokraten neben dem Präsidialamt auch die Mehrheit in beiden Kongresskammern erobern könnten, lasse Investoren zugreifen, sagte Benjamin Jones, Stratege bei dem Finanzdienstleister State Street.

Er sprach von einem „Schwerpunkt von Biden und seiner Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, Kamala Harris, auf erneuerbaren und sauberen Energien“. Die Aktien von Firmen wie First Solar, Enphase Energy und Sunrun liegen aktuell auf dem höchsten Stand seit Jahren oder auf Rekordwerten.

Der Invesco-Fonds schnellte seit seinem Tiefpunkt im März 255 Prozent nach oben. Ein Händler in London sagte, Anlegern könnten bei einer „blauen Welle“ noch mehr Geld in den Sektor pumpen. Blau ist die Parteifarbe der Demokraten.

Einzelwerte im Fokus

Investoren rechnen zumindest mit einem zumindest teilweisen Deal beim Stimulus-Paket, das ein Rettungspaket für die angeschlagene Luftfahrtindustrie beinhalten könnte. Die Aktien von Delta Air Lines, American Airlines, United Airlines Holdings und JetBlue Airways stiegen zwischen 0,8 Prozent und 2,2 Prozent.

IBM: Der US-Computerkonzern will sein IT-Infrastrukturgeschäft in ein neues börsennotiertes Unternehmen überführen. Diese Firma werde sich vollkommen auf die Verwaltung und Modernisierung von Infrastrukturen konzentrieren, die sich in den Händen der Kunden befänden, kündigte IBM an.

Das sei ein 500 Milliarden Dollar schwerer Markt. Ziel des Schrittes sei es, dass sich IBM stärker auf Cloud-Anwendungen konzentrieren könne. Die Trennung soll bis Ende 2021 über die Bühne gehen. An der Börse kam die Ankündigung gut an. Die Aktie ging 8,5 Prozent in die Höhe.

Amgen: Aktien der Pharmafirma verloren hingegen mehr als drei Prozent. Auslöser war ein Rückschlag bei der Entwicklung eines experimentellen Herzmedikamentes mit der Partnerfirma Cytokinetics , deren Papiere um 43 Prozent einbrachen.

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