Digitalisierung an Schulen: Die Offline-Lehrer

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Bildungsrepublik Deutschland? Von wegen. Der Coronalockdown war ein Offenbarungseid – für digitalisierungsskeptische Pädagogen. Und unter Druck setzen kann sie keiner.

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Julia Klein ist 26, unterrichtet Deutsch an einer Duisburger Gesamtschule und findet, es gibt Wichtigeres als das, was Politik und Eltern angeblich von ihr verlangen: nur noch „Digitalakrobaten“ auszubilden, bloß Talente zu schmieden „für die Techszene im Silicon Valley“.

Klein heißt in Wirklichkeit anders, aber ihre Skepsis ist echt. Sie und ihre Kollegen sollen immer neuen Anforderungen gerecht werden, sollen Tablets nutzen, Videokonferenzen abhalten, per E-Mail erreichbar sein. Schön und gut. All das wäre gefragt gewesen in der Coronakrise. Aber was passierte an Kleins Schule? Eltern mussten sich die Arbeitsblätter persönlich abholen.

Willkommen in Analogistan.

Liegt es an den Politikern, die nicht die Voraussetzungen für die digitale Schule schaffen? An Eltern, die zu viel erwarten – oder den Anschluss verpasst haben? Oder an lernfaulen Lehrern, die sich während des Lockdowns allzu gerne verschanzt haben hinter ihrer Hilflosigkeit im Umgang mit Zoomkonferenzen und Lernplattformen?

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