Dienstreisen: Bundesbedienstete stiegen 2019 häufiger ins Flugzeug

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Dienstreisen Bundesbedienstete stiegen 2019 häufiger ins Flugzeug

Mitglieder der Bundesregierung und der Verwaltung haben 2019 rund 265.000 Flüge absolviert. Ein Großteil davon geht auf kurze Strecken zurück.

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Mitglieder der Bundesregierung sowie Beamte und Angestellte der Bundesverwaltung haben im vergangenen Jahr mehr Dienstreisen mit dem Flugzeug absolviert als noch 2018, aber weniger als 2017. Insgesamt 265.823 Einzelflüge kamen so 2019 zusammen, wie aus einer Auskunft des Bundesumweltministeriums an die FDP-Fraktion hervorgeht. Die Flüge der Flugbereitschaft sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Zuerst berichtete die „Welt am Sonntag“ über die Auskunft, sie liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Zum Vergleich: 2018 fielen 238.607 Flugreisen an, 2017 waren es 276.189. In allen drei Jahren entfiel der Löwenanteil auf Kurzstrecken, also Flüge von bis zu 1500 Kilometern. Auch die geschätzten Flugkilometer stiegen auf über 386 Millionen: mehr als 2017. Eine Bestimmung der tatsächlichen Kilometer ist nach Auskunft des Ministeriums nicht möglich, weil dazu jeweils die genaue Flugroute bekannt sein müsste. Dabei wurden 213.942 Tonnen CO2-Ausstoß für 2019 ermittelt.

Die Bundesregierung kompensiert den Ausstoß von Treibhausgasen bei Dienstreisen, steckt also zum Ausgleich Geld in Klimaschutzprojekte. 2018 waren das 1,75 Millionen Euro, was aber nicht nur den Ausstoß an Treibhausgasen durch Flugreisen, sondern auch für Fahrten mit dem Dienstwagen ausgleichen sollte. Für 2019 lag noch kein Wert vor. Zur hohen Zahl der Kurzstreckenflüge trägt auch bei, dass alle Bundesministerien sowie etliche Behörden nicht nur in Berlin, sondern auch in Bonn als früherer Hauptstadt der alten Bundesrepublik noch Dienstsitze haben.

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