Die Lieferanten sind alarmiert: Lidls Masterplan

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Der Duft von frisch gebackenem Brot strömt durch das Gebäude – ein Geruch, der an den sonntäglichen Brötchenkauf bei der Backstube in der Nachbarschaft erinnert. Das Aroma, will nicht so recht zu den edelstahlblitzenden Rohren und Tanks passen, zu all den Riesenöfen, Walzen und Fließbändern in der Backfabrik in Übach-Palenberg bei Aachen. Hunderte Teigrohlinge werden gerade durch die Fettbackwanne geschleust und dann mit Puderzucker bestäubt. Vollautomatisch. Weiter hinten saugen Maschinen Apfeltaschen an, um sie von einem Förderband aufs nächste zu bugsieren, während in einer anderen Halle Dutzende Brotlaibe Richtung Ofen ruckeln.

Ein paar Männer mit Haarnetz, Mundschutz und weißen Vliesjacken mit „Bonback“-Aufdruck beaufsichtigen das Maschinenballett. „Im Grunde“, sagt ihr Chef Markus Spitzer, „läuft hier alles wie beim Handwerksbäcker.“ Dann fügt er schnell hinzu: „Nur eben eine Nummer größer.“

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