Börse: Dax steuert auf satten Monatsgewinn zu

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Der Dax
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hat sich am Donnerstag auf seinem hohen Niveau behauptet: In den ersten Handelsminuten legte der deutsche Leitindex um 0,09 Prozent auf 12.921 Punkte zu, kletterte auf 12.953 Zähler um dann wieder leicht zurückzufallen. Damit trotzte er zurückhaltenden Aussagen der US-Notenbank Fed und steuert auf einen satten Monatsgewinn von fast vier Prozent zu.

Der MDax
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für mittelgroße Werte legte am Donnerstagmorgen um 0,03 Prozent auf 26 401,09 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen trat prozentual unverändert bei 3620,20 Zählern auf der Stelle.

Die US-Währungshüter hatten am Mittwochabend zwar wie schon erwartet zum dritten Mal in Folge die Zinsen gesenkt. Sie sendeten aber klare Signale für eine Pause der geldpolitischen Lockerung. „Wir glauben, dass die Geldpolitik gut aufgestellt ist“, sagte Notenbankpräsident Jerome Powell nach Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse. Allerdings setzt er dabei voraus, dass es keine unerwartete und drastische Veränderung der konjunkturellen Entwicklung geben dürfe.

Zu den stärksten Werten im Dax zählte Eon Börsen-Chart zeigen, Bayer Börsen-Chart zeigen, Beiersdorf Börsen-Chart zeigen und Wirecard Börsen-Chart zeigen mit Kurszuwächsen zwischen 2,5 und 1 Prozent.

Der Dax gilt bei Charttechnikern nach seiner Rally zwar als deutlich überkauft. Bei Gewinnmitnahmen finden sich bisher jedoch schnell neue Käufer – wie tags zuvor beim zwischenzeitlichen Rutsch auf 12.830 Punkte. Unterstützung kommt zudem von den Börsen in Übersee: An der Wall Street hatte es der marktbreite S&P 500 zur Wochenmitte auf ein weiteres Rekordhoch geschafft. Auch in Japan legten die Kurse zuletzt zu, obwohl die dortigen Währungshüter bei einem unverändert lockeren geldpolitischen Kurs ihre Wachstumsprognose senkten.

Das Geschehen am deutschen Aktienmarkt wird weiter von der laufenden Berichtssaison dominiert. Mangels Dax-Mitgliedern mit Zahlen stehen diesmal vor allem Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe im Fokus.

Nemtschek-Aktie schießt um mehr als 11 Prozent hoch

Der Bausoftwarehersteller Nemetschek
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wird nach einem starken Wachstum im dritten Quartal optimistischer. Die Jahresprognosen für Umsatz und Ergebnis dürften jeweils am oberen Ende der Spanne erreicht werden, teilte der Konzern am Donnerstag in München mit. Die Aktie des MDax-Konzerns legte nach Handelsstart deutlich zu, auch weil der Softwarespezialist zwischen Juli und September überraschend profitabel abschnitt. Das Papier legte nach Handelsbeginn bis zu 11,4 Prozent auf 51,95 Euro zu. Damit kletterte der Börsenwert des Unternehmens wieder über die Marke von sechs Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Börsenwert der Lufthansa im Dax beträgt derzeit rund 7,4 Milliarden Euro. In diesem Jahr hat die Nemetschek-Aktie mehr als die Hälfte an Wert zugelegt, lag aber bei fast 58 Euro auch schon höher als zuletzt. Anfang 2017 lag der Wert der Anteile noch bei unter 20 Euro.

Zalando-Ausblick enttäuscht offenbar die Anleger

Der Online-Modehändler Zalando Börsen-Chart zeigen verzeichnete im dritten Quartal dank mehr neuer Kunden sowie deutlich gestiegenen Bestellungen ein kräftiges Wachstum. Nach starken Geschäftszahlen für das dritte Quartal kletterten Zalando-Aktien zunächst vorbörslich um bis zu 5,5 Prozent, rutschten dann aber am Vormittag um mehr als 4 Prozent ab.

Marktteilnehmer störten sich am lediglich bestätigten Ausblick für das Gesamtjahr, sagten Händler in Frankfurt. Selbst wenn Zalando das obere Ende seiner Jahresziele erreiche, würde dies einen Rückgang im operativen Ergebnis im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr bedeuten, erklärte Analystin Georgina Johanan von JPMorgan. Das dritte Quartal könnte also nur zu Lasten des Schlussquartals besonders gut gewesen sein.

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Abwärts: Unmittelbar vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank halten sich Anleger zurück. Auf die Stimmung schlug am Mittwoch außerdem ein erneuter Milliardenverlust der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen. Eine mögliche Mega-Fusion in der Autobranche und Hoffnungen auf einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse verhinderten allerdings größere Kursverluste.

Der Dax
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beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 12.910 Punkten. In den USA lag der Dow Jones Börsen-Chart zeigen zeitgleich leicht im Plus, während der Tech-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen zum Handelsbeginn jeweils geringfügig ins Minus rutschte.

In Großbritannien stimmte das Unterhaus für die von Premierminister Boris Johnson gewünschten Neuwahlen am 12. Dezember. „Die Wahl wird zwangsläufig zu einer Art Brexit-Referendum“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Unklar sei bislang, wie es danach weitergehe. „Von einem Austritt mit dem Johnson-Deal bis hin zu einem zweiten tatsächlichen Referendum erscheint alles offen.“ Devisen-Anleger setzten auf Ersteres, sagte Derek Halpenny, Chef-Analyst für Europa bei Bank Mitsubishi UFJ. Ds Pfund Sterling verteuerte sich auf 1,2879 Dollar und 1,1592 Euro.

Anleger erwarten Zinssenkung in den USA – Goldpreis steigt

Eine Zinssenkung der US-Notenbank um einen Viertel Prozentpunkt gilt unter Investoren als sicher. Wegen der Uneinigkeit in der Fed-Führung bei der vorangegangenen Zinssenkung und als Beweis ihrer Unabhängigkeit angesichts der wiederholten Verbal-Attacken des US-Präsidenten Donald Trump könnte die Notenbank aber durchaus die Füße stillhalten, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Nach Einschätzung seines Kollegen Neil Wilson vom Online-Broker Markets.com käme dies aber eine Straffung der Geldpolitik gleich und würde den Effekt vorangegangener Zinssenkungen zunichte machen.

Die US-Zinsspekulationen verteuerten Gold Börsen-Chart zeigen um bis zu 0,5 Prozent auf 1494,60 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Die „Antikrisen-Währung“ werde auf absehbare Zeit gefragt bleiben, da das geplante Teil-Abkommen im Zollstreit zwischen den USA und China bestehende gegenseitige Strafzölle nicht aufhebe, sondern lediglich einfriere, sagte Analyst Han Tan vom Online-Broker FXTM. Darüber hinaus ist die Einigung womöglich nicht so rasch unterschriftsreif wie zunächst gedacht.

Wall Street vor Zinsentscheidung kaum verändert

Eine Zinssenkung um einen Viertel Prozentpunkt gelte als sicher, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Daher warteten Investoren gespannt auf Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell zur weiteren Geldpolitik. „Die meisten Leute rechnen mit Hinweisen, dass es wohl erst einmal die letzte Zinssenkung war.“

US-Wirtschaft mit robustem Wachstum

Das US-Wirtschaftswachstum lag im dritten Quartal auf das Gesamtjahr hochgerechnet bei 1,9 Prozent, nach zwei Prozent im Vorquartal. Analysten hatten allerdings eine Abschwächung auf 1,6 Prozent befürchtet. Dennoch werde die Fed die Zinsen am Abend (MEZ) wohl senken, prognostizierte Commerzbank-Volkswirt Christoph Balz. „Die lockerere Geldpolitik sollte maßgeblich dazu beitragen, dass die US-Wirtschaft nicht in eine Rezession abgleitet.“

General Electric und Mattel gefragt

Bei den Unternehmen gehörte Mattel zu den Favoriten. Die Aktien des Spielwaren-Herstellers stiegen um gut 25 Prozent auf 13,22 Dollar und steuerten auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Dank der starken Nachfrage nach „Barbie“-Puppen, die auf den Mitgliedern der südkoreanischen Popgruppe BTS basieren, steigerte das Unternehmen den Umsatz überraschend. Nach fünf Jahren mit rückläufigen Erlösen sei dies ermutigend, schrieb Analystin Stephanie Wissink von der Investmentbank Jefferies. Positiv sei auch die strengere Kostenkontrolle.

Peugeot und Fiat Chrysler ziehen kräftig an, Renault-Aktien verlieren

Bei den Unternehmen war die mögliche 50 Milliarden Euro schwere Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot das Hauptgesprächsthema. Einem Insider zufolge könnte eine Einigung schon am Donnerstag verkündet werden. Die beiden Autobauer ergänzten sich gut, da Fiat Chrysler in Nordamerika stark sei und Peugeot Börsen-Chart zeigen in Asien und dem Rest der Welt, sagte Analyst Martino De Ambroggi von der Investmentbank Equita. Fiat Chrysler-Aktien Börsen-Chart zeigen stiegen in Mailand um bis zu 10,6 Prozent auf 12,99 Euro und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit 2014 zu. In Paris waren Peugeot-Papiere mit 27,06 Euro so teuer wie zuletzt vor elfeinhalb Jahren. Die Titel des Rivalen Renault Börsen-Chart zeigen, der zeitweise selbst mit einer Partnerschaft mit Fiat geliebäugelt hatte, fielen dagegen um 4,7 Prozent.

Deutsche Bank enttäuscht

Angesichts eines erneuten Milliardenverlustes geriet auch die Deutsche Bank unter Verkaufsdruck. Den Aktien des Geldhauses drohte mit einem Minus von bis zu 7,1 Prozent der größte Tagesverlust seit eineinhalb Jahren. „Die Restrukturierung wird wohl teurer als gedacht“, sagte Markets.com-Experte Wilson. Bedenklich sei zudem der Rückgang der Einnahmen.


Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow Jones in Echtzeit auf einen Blick.


Peugeot und Fiat Chrysler ziehen kräftig an, Renault-Aktien verlieren

Bei den Unternehmen war die mögliche 50 Milliarden Euro schwere Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot das Hauptgesprächsthema. Einem Insider zufolge könnte eine Einigung schon am Donnerstag verkündet werden. Die beiden Autobauer ergänzten sich gut, da Fiat Chrysler in Nordamerika stark sei und Peugeot Börsen-Chart zeigenin Asien und dem Rest der Welt, sagte Analyst Martino De Ambroggi von der Investmentbank Equita. Fiat Chrysler-Aktien Börsen-Chart zeigen stiegen in Mailand um bis zu 10,6 Prozent auf 12,99 Euro und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit 2014 zu. In Paris waren Peugeot-Papiere mit 27,06 Euro so teuer wie zuletzt vor elfeinhalb Jahren. Die Titel des Rivalen Renault Börsen-Chart zeigen, der zeitweise selbst mit einer Partnerschaft mit Fiat geliebäugelt hatte, fielen dagegen um 4,7 Prozent.

Deutsche Bank enttäuscht

Angesichts eines erneuten Milliardenverlustes geriet auch die Deutsche Bank unter Verkaufsdruck. Den Aktien des Geldhauses drohte mit einem Minus von bis zu 7,1 Prozent der größte Tagesverlust seit eineinhalb Jahren. „Die Restrukturierung wird wohl teurer als gedacht“, sagte Markets.com-Experte Wilson. Bedenklich sei zudem der Rückgang der Einnahmen.

Aktien des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer Börsen-Chart zeigen
legten am Nachmittag noch um gut 2 Prozent zu und zählten mit zu den stärksten Aktien im Dax. Bayer konnte den Quartalsumsatz sowie das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ein wenig stärker steigern als von Analysten erwartet. Börsianer richteten den Fokus allerdings darauf, dass sich die Zahl der Klagen in den USA wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter binnen dreier Monate mehr als verdoppelt hat.

Ohne neue Nachrichten zählten die Aktien von Fresenius Medical Care und Fresenius Börsen-Chart zeigen mit Zugewinnen von jeweils rund 3 und 2 Prozent ebenfalls zu den gefragten Werten im Dax.

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