Börse: Ölpreis steigt zweistellig, Dax-Anleger bleiben cool

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AFP

Verluste im Dax: Die Gewinnserie ist vorläufig zu Ende

Nach dem Angriff auf eine Raffinerie in Saudi-Arabien steigt der Ölpreis sprunghaft an. Der Dax hält seine Verluste am Montag dagegen in Grenzen. Europäische Ölfirmen legen deutlich zu. Auch die BASF Aktie profitiert.

Der starke Anstieg des Ölpreises nach einem Drohnen-Angriff auf wichtige Ölproduktionsanlagen in Saudi-Arabien hat die jüngste Dax-Rally erst einmal beendet. Der Dax startete am Montag rund ein Prozent tiefer bei 12.373 Punkten, grenzte anschließend jedoch seine Verluste ein und eroberte die Marke von 12.400 Punkten zurück. Auch MDax und EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen starteten mit Verlusten in den Handel.

Im Eurostoxx legten die Aktien der Ölproduzenten Royal Dutch Shell Börsen-Chart zeigen sowie BP deutlich zu. Hintergrund ist der um mehr als 10 Prozent steigende Ölpreis. Auch die Aktie von BASF Börsen-Chart zeigen, die mit ihrer Tochter Wintershall im Ölgeschäft engagiert ist, kletterte um knapp 2 Prozent und war einer der größten Gewinner im Dax.

Nachdem ein Teil der Ölproduktion Saudi-Arabiens nach einem Angriff auf die größte Ölraffinerie von Saudi Aramco ausfällt, zogen die Kurse deutlich an. US-Präsident Donald Trump drohte den Tätern mit Vergeltung, US-Außenminister Mike Pompeo hatte den Iran als möglichen Täter verantwortlich gemacht. Damit deutet sich ein Ende der Serie von acht Handelstagen mit Gewinnen an, in denen der Dax Börsen-Chart zeigen knapp fünf Prozent zulegte.

Lufthansa unter Druck, Wirecard im Plus

Zu den größten Verlierern im Dax Börsen-Chart zeigen zählten im frühen Handel die Aktien der Lufthansa Börsen-Chart zeigen mit einem Minus von rund 3 Prozent. Auch hier belasteten vor allem die deutlich steigenden Ölpreise. Dagegen zog die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard Börsen-Chart zeigen gegen den Trend um knapp ein Prozent an: Wirecard will über einen Ausbau der Zusammenarbeit mit dem chinesischen Kreditkartenriesen Unionpay die Geschäfte in China ankurbeln. Unionpay ist laut Wirecard-Manager Georg von Waldenfels der weltweit größte Kartenaussteller mit 7,6 Milliarden Karten.


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Ölpreis steigt um 10 Prozent auf 6-Monats-Hoch

Der Ölpreis notierte am Montag aber immer noch auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen verteuerte sich um zehn Prozent auf 66,51 Dollar, ein Barrel US-Leitöl um neun Prozent auf 59,96 Dollar. Der Ausfall betrifft rund fünf Prozent des weltweiten Ölangebots. Die steigenden Ölpreise hievten die Aktien asiatischer Energiekonzerne wie PetroChina oder China Petroleum um bis zu vier Prozent ins Plus. Vom Iran unterstützte jemenitische Rebellen bekannten sich zu dem Anschlag auf zwei Werke des saudischen Konzerns Saudi Aramco.

Goldpreis steigt deutlich

Die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten verteuerte die Anlagen in sogenannte sichere Häfen. So stieg der Goldpreis im frühen Handel in Asien um knapp 2 Prozent. „Wenn den Anlegern der Risikoappetit vergeht wegen der Sorgen vor Vergeltungsmaßnahmen, könnten einige Schwellenländer unter doppelten Druck geraten“, sagte Mitul Kotecha, Spezialist für dieses Gebiet bei TD Securities.

Schwache Konjunkturdaten aus China

Neben den steigenden Ölpreisen sorgen schwache Konjunkturdaten aus China für Verunsicherung bei den Anlegern. Die August-Daten für die Industrieproduktion, den Einzelhandelsumsatz und Investitionen in Sachanlagen enttäuschten auf ganzer Linie und zeigen einmal mehr wie stark die chinesische Wirtschaft unter dem Handelskrieg mit den USA und strukturellen Problemen leidet.

Märkte in Japan geschlossen, Chinas Industrieproduktion enttäuscht

Die Märkte in Japan blieben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen, weshalb sich die Liquidität an den asiatischen Märkten in Grenzen hielt. Der MSCI-Index asiatischer Aktien außerhalb Japans kletterte ein halbes Prozent auf 515,59 Punkte. Dämpfend wirkten sich die Daten zur chinesischen Industrieproduktion aus, die mit einer Wachstumsrate von 4,4 Prozent im August so langsam wuchs wie seit 17 einhalb nicht mehr.

Euro zum Dollar kaum verändert

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 107,81 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0712 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9880 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1073 Dollar und gab 0,2 Prozent auf 1,0941 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,2476 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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