Börse: Dax startet mit Verlusten, Lufthansa und Wirecard gefragt

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Drei Wochen lang ging es an den Börsen kräftig aufwärts, nun nehmen Anleger erst einmal Gewinne mit. Der Dax fällt wieder unter die Marke von 12.200 Punkten.

Am Montag ist der Dax
Börsen-Chart zeigen
mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Der deutsche Leitindex fiel mit einem Verlust von 0,6 Prozent wieder unter die Marke von 13.200 Punkten zurück. Am Freitag hatte er bereits 0,5 Prozent verloren auf 13.228 Punkte. Damit setzt das Börsenbarometer – nach dem Hoch am Donnerstag bei knapp 13.300 Punkten – die Konsolidierung auf hohem Niveau fort. Zu den wenigen Gewinnern im Dax gehörten die Aktien von Lufthansa Börsen-Chart zeigen und Wirecard Börsen-Chart zeigen, die ihre Erholung gegen den schwachen Gesamttrend fortsetzten.

Anleger dürften zum Wochenbeginn die weitere Entwicklung im Handelskonflikt abwarten. US-Präsident Donald Trump beklagte sich über die Geschwindigkeit der Handelsgespräche mit China. Die Gespräche gingen voran, aber langsam, „viel zu langsam für mich“, sagte Trump. Er betonte erneut, dass vor allem China Interesse an einem Abkommen habe. „Wenn es kein großartiger Deal ist, werde ich ihn nicht machen“, sagte der US-Präsident am Wochenende.

Asiens Börsen nach Eskalation in Hongkong unter Druck

In Asien standen die Börsenampeln daraufhin auf rot, vor allem in Shanghai und Hongkong gerieten die Aktienkurse unter Druck. Bei den Anti-Regierungsprotesten in der chinesischen Sonderverwaltungszone war zudem erneut ein Demonstrant von einem Polizisten angeschossen worden.

Transaktionssteuer soll Grundrente finanzieren

Hierzulande sorgen die Details zum Durchbruch bei der Grundrente für zusätzliche Verunsicherung. Hunderttausende Bezieher kleiner Renten sollen zwar ab 2021 eine Grundrente bekommen. Finanziert werden soll dies aber ausschließlich aus Steuermitteln – etwa durch die geplante Finanztransaktionssteuer. Diese Börsensteuer ist seit Jahren hoch umstritten.

TeamViewer Aktien steigen nach Quartalszahlen über Ausgabekurs

Die Aktien des seit kurzem an der Börse notierten Softwarekonzerns Teamviewer Börsen-Chart zeigen stiegen im frühen Handel um rund Prozent und profitierten damit von überraschend guten Quartalszahlen. Teamviewer hatte im September mit einem Emissionsvolumen von gut 2,2 Milliarden Euro den größten deutschen Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase hingelegt. Anschließend war die Aktie jedoch unter den Ausgabekurs gefallen. Mit dem heutigen Kursgewinn klettert das Papier erstmals seit dem Börsengang Ende September über den Ausgabekurs von 26,25 Euro.

Zahlreiche Konjunkturdaten erwartet

Bei den Konjunkturdaten richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit unter anderem auf die Inflation in Deutschland (Mittwoch) und Europa (Freitag). Von diesen Zahlen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) unter ihrer neuen Chefin Christine Lagarde. Am Donnerstag kommen Daten zum deutschen und europäischen Wirtschaftswachstum hinzu. Der erwartete Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,1 Prozent werde es amtlich machen, dass die Bundesrepublik in eine Rezession gerutscht sei, sagt Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. Eine baldige Wende sei nicht in Sicht, auch wenn der ZEW-Index am Dienstag voraussichtlich eine deutliche Stimmungsaufhellung der heimischen Börsenprofis signalisieren werde.

Nikkei gibt nach, Shanghai fällt deutlich

Nach einer mehrwöchigen Rally nutzen einige Asien-Anleger die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen. Der japanische Nikkei-Index fiel am Montag um 0,3 Prozent auf 23.332 Punkte und der Börse Shanghai büßte 1,8 Prozent auf 2910 Zähler ein. Die jüngsten Signale im Zollstreit zwischen den USA und China sowie die Unruhen in Hongkong drückten auf die Stimmung, sagte Analyst James McGlew vom Brokerhaus Argonaut. „Die Proteste in Hongkong ziehen sich schon eine Weile hin und in der Finanzwelt setzt sich die Einschätzung durch, dass sie die Wirtschaft inzwischen deutlich beeinträchtigen.“ Bei erneuten gewaltsamen Auseinandersetzungen setzte die Hongkonger Polizei Medienberichten zufolge scharfe Munition gegen Demonstranten ein.

la/dpa/reuters

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