Kursrally an der Börse: Dax auf Rekordhoch, 14.000 Punkte rücken in den Blick

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Jon Nazca/ REUTERS


Bullenmarkt: Der Dax notiert auf Rekordhoch und nähert sich der Marke von 14.000 Zählern

Der Dax setzt seine Rekordjagd fort und steigt über die Marke von 13.700 Punkten. Die Hoffnung auf eine baldige Überwindung der Coronavirus-Epidemie stimmt optimistisch. Autowerte wie VW, BMW und Daimler sowie der Zulieferer Continental legen deutlich zu. Auch in den USA dürften Dow Jones und Nasdaq weiter klettern.

Der Bullenlauf am deutschen Aktienmarkt setzt sich am Mittwoch mit einem neuen Rekord beim Dax fort. Der Dax
Börsen-Chart zeigen
übertraf mit 13 751 Zählern seine erst am Vortag erreichte Bestmarke, zuletzt stand der Leitindex 0,9 Prozent höher bei 13.752 Punkten. Damit gerät die nächste runde Marke von 14.000 Punkten in den Blick, nachdem der Dax erst vor zwei Wochen noch kurzzeitig unter 13.000 Punkte gefallen war. Der MDax Börsen-Chart zeigen stieg am Morgen erstmals über die Marke von 29 200 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen erreichte über 3840 Punkten das höchste Niveau seit 2008.

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Fortsetzung der Rekordjagd: Die US-Futures signalisierten, dass der Dow Jones Börsen-Chart zeigen um 15.30 Uhr MEZ mit Gewinnen in den Handel starten und über die Marke von 29.400 Zählern klettern wird. Der Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen nimmt unterdessen die Marke von 9600 Punkten ins Visier.

EuroStoxx auf höchstem Niveau seit 11 Jahren

Damit setzten die Anleger weiter auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft von den Folgen des Coronavirus-Ausbruchs in China. Hoffnung bereiten auch die jüngsten Entwicklungen bei der Verbreitung des Virus: Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten gingen in China den offiziellen Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag etwas zurück. „Zwei Dinge geben Anlass zu Optimismus“, sagte Ökonom Vishnu Varathan von der Mizuho Bank in Singapur. „Die Infektionsrate verlangsamt sich und die Zahl der Genesungen steigt schneller als die der Todesfälle.“ Die chinesischen Behörden gehen davon aus, dass die durch das neue Virus mit dem offiziellen Namen „COVID-19“ ausgelöste Epidemie noch im Februar ihren Höhepunkt erreichen und dann abflauen wird. Die Zahl der Todesfälle in China ist zuletzt um 97 auf 1113 gestiegen, die Zahl der Neuinfektionen um 2015 auf 44.653. Die chinesische Börse in Shanghai zog am Mittwoch 0,9 Prozent an.


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Autowerte im Dax gefragt – Conti und VW klar im Plus

Auf der Gewinnerseite profitierten die Autowerte besonders von der marktbreiten Hoffnung, zumal China für diese der wohl wichtigste Wachstumsmarkt ist. Die Aktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen hoben sich hier mit Anstiegen von bis zu 2,6 Prozent besonders positiv ab. Aber auch Zulieferkonzerne profitierten. Continental Börsen-Chart zeigen wurden im Dax mit einem Anstieg um 3,7 Prozent zum Spitzenreiter. Im MDax Börsen-Chart zeigenlegten Hella und Dürr um rund 2 Prozent zu.

In der Gunst der Anleger nach unten rückten die Aktien, die eher in schwächeren Börsenzeiten gefragt sind. Die Verlierer im Dax kamen daher aus den Branchen Versorger, Konsumgüter und Immobilien. Henkel , Eon , RWE , Vonovia und Beiersdorf verloren maximal ein halbes Prozent.

Jenoptik Aktie legt zu

Die Berichtssaison der Unternehmen machte am Mittwoch unter Nebenwerten Schlagzeilen. Aktien von Jenoptik und der Norma Group kletterten an der SDax -Spitze nach den vorgelegten Jahreszahlen um 5 und 3,6 Prozent. Jenoptik knüpften an ihre Vortagsrally an.

Bei Jenoptik half es, dass der Technologie- und Rüstungskonzern im abgelaufenen Jahr stärker als erwartet von seinen jüngsten Zukäufen und besser laufenden Geschäften mit der Halbleiterindustrie profitierte. Der Umsatzanstieg übertraf leicht die Erwartungen der Analysten.

Norma bekam 2019 zwar die Schwäche der Autoindustrie deutlich zu spüren. Die Resultate stellten Börsianer und Analysten in ersten Kommentaren zufrieden. Die Aktien schlossen sich dem guten Lauf in der ganzen Automobilbranche an und legten um mehr als drei Prozent zu.

Aktienmärkte in Asien uneinheitlich

Die asiatischen Märkte zeigen sich am Mittwoch durchwachsen und folgen nicht der der weltweiten positiven Stimmung an den Börsen. China gab bekannt, dass die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in manchen Provinzen rückläufig seien und die Krankheit diesen Monat bereits ihren Höhepunkt erreicht haben werde. Die Investoren benötigen wahrscheinlich mehr Beweise, bevor sie an den Märkten wieder ein größeres Risiko eingehen.

„Es scheint, dass es zunehmenden Trost gibt, dass das Virus das Wachstum nicht in signifikanter Weise beeinflussen wird, aber ich bin noch nicht bereit, Risikoaktiva zu kaufen“, sagte Michael McCarthy, Chefstratege bei CMC Markets in Sydney. Die Sorge, dass das Virus die Fabriktätigkeit verlangsamen und die Konsumausgaben in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verlangsamen werde, hatte die weltweiten Aktien- und Rohstoff-Märkte in Aufruhr versetzt.

Die asiatischen Börsen haben sich daher zunächst uneinheitlich gezeigt: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent höher bei 23.814 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1717 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1 Prozent.

mit Nachrichtenagenturen

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