Corona-Virus sorgt für Kursrutsch an der Börse: Dax knickt ein, China-ETF droht Rekordverlust, Mundschutz-Anbieter haussiert

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Börse Tokio: Der Nikkei gab am Montag 2 Prozent nach

Der Dax fällt deutlich und fällt auf das tiefste Niveau seit vier Wochen zurück. Auch an der Wall Street stehen die Zeichen auf rot. Vor allem die Aktien von Lufthansa und Wirecard geraten unter Druck.

Kursrutsch zum Wochenstart: Die Sorgen vor der weiteren Verbreitung des Coronavirus haben den Dax
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am Montag deutlich belastet. Der deutsche Leitindex sackte am Montag zeitweise um 2,3 Prozent ab und fiel unter die Marke von 13.300 Zählern. Damit entfernte sich der deutsche Leitindex wieder deutlich von der jüngst erreichten Rekordmarke von 13.640 Punkten. Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Werte fiel zu Wochenbeginn um mehr als 2 Prozent, und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
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lag zuletzt 1,8 Prozent im Minus.

Die Ausbreitung des Coronavirus in China verängstigte am Montag wieder marktübergreifend die Anleger. Dort ist die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit bis Montag um 24 auf 80 gestiegen. Innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der bestätigten Infektionen um mehr als 700 auf 2744. Bei Fluggesellschaften sorgen sich die Börsianer daher wie schon seit Tagen um die Folgen für den weltweiten Reiseverkehr. Die Aktie der Lufthansa Börsen-Chart zeigen gab am Montag um knapp 5 Prozent nach.

China-ETF droht Rekord-Tagesverlust

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus in China macht Anleger nervös. Der börsennotierte Fonds (ETF) von iShares mit chinesischen Standardwerten fällt im vorbörslichen US-Geschäft um 5,3 Prozent. Dies wäre der größte Tagesverlust seit seiner Einführung 2018.

Alpha Pro: Aktie des Mundschutz-Anbieters steigt um 25 Prozent

In der Hoffnung auf einen Nachfrageschub wegen des Coronavirus steigen Anleger bei Alpha Pro Tech ein. Die Aktien des Anbieters von Mundschutz und Schutzmasken steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 25 Prozent und sind mit 7,46 Dollar so teuer wie zuletzt vor rund fünf Jahren.


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Ifo-Index enttäuscht – Geschäftsklima kühlt sich weiter ab

Schlechte Nachrichten kamen von der deutschen Konjunktur: Der Ifo-Geschäftsklimaindex war überraschend gefallen. Analysten hatten dagegen mit einem Zuwachs gerechnet. „Der Ifo-Geschäftsklimaindex holt uns auf den Boden der Tatsachen zurück“, schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Der Rückgang im Januar zeige, dass man in den deutschen Chefetagen skeptisch sei. Neben dem Strukturwandel in der Autoindustrie und den Verhandlungen mit Großbritannien über den Brexit verwies der Experte auf den Coronavirus als temporären Belastungsfaktor. Die konjunkturelle Talsohle sei noch nicht beendet.

Asiens Börsen tief im Minus

Die Furcht vor wirtschaftlichen Folgen des in China grassierenden Coronavirus brockt der japanischen Börse den größten Tagesverlust seit einem halben Jahr ein. Der Nikkei-Index fiel am Montag um zwei Prozent auf 23.343,51 Punkte. Die chinesischen und einige andere Aktienmärkte der Region blieben dagegen wegen der Neujahrsfeierlichkeiten geschlossen. „Wie stark sich der Erreger ausbreiten wird, kann man noch nicht abschätzen“, sagte Anlagestratege Hiroyuki Ueno von der Vermögensverwaltung Sumitomo Mitsui. „Klar ist aber, dass der Konsum in China einen Dämpfer erhalten wird.“

Im Kampf gegen den Virus sagte die Regierung in Peking Großveranstaltungen ab und beschränkte zur Hauptreisezeit den Verkehr. Außerdem werden die Neujahrsferien bis zum 2. Februar verlängert. Vergnügungsparks bleiben geschlossen. Vor diesem Hintergrund flogen in Japan Touristik- und Transportwerte aus den Depots. Die Titel des Reise-Veranstalters H.I.S. fielen um 6,8 Prozent und die Papiere von Keisei um 1,8 Prozent. Das Unternehmen betreibt die Bahn von der Innenstadt zum Flughafen in Tokio.

mit Nachrichtenagenturen

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