Rekordjagd an der Börse: Dax auf Rekordhoch, doch Daimler drückt

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Börse in Frankfurt: Der Dax springt auf ein Rekordhoch von 13.600 Punkten

Zum Handelsstart am Mittwoch hat der deutsche Leitindex Dax die Marke von 13.600 Punkten übersprungen und damit ein Rekordhoch erreicht. Anziehende US-Futures verleihen dem Dax Rückenwind.

Der Dax
Börsen-Chart zeigen
hat am Mittwoch im frühen Handel dank der Gewinne an Asiens Börsen sowie anziehender US-Futures den bisherigen Rekord von Anfang 2018 übertroffen und ist auf das höchste Niveau seit Bestehen des Dax geklettert. Nachdem der Index in den vergangenen Tagen immer wieder kurz vor dem Rekordhoch 13 596 Zählern aus dem Januar 2018 kehrtgemacht hatte, kletterte der deutsche Leitindex im frühen Handel um 0,5 Prozent und notierte zeitweise bei 13.636 Punkten. Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten die Aktien von Infineon, Covestro und Beiersdorf.

Gewinnmitnahmen im Dax nach Gewinnwarnung von Daimler

Im Anschluss setzten im Dax jedoch Gewinnmitnahmen, die den deutschen Leitindex wieder unter die Marke von 13.600 Zählern drückten. Anlass war unter anderem die Gewinnwarnung von Daimler Börsen-Chart zeigen: Der Autobauer muss wegen des Dieselskandals weitere 1,5 Milliarden Euro zurückstellen und rechnet deshalb mit deutlich weniger Gewinn als bislang erwartet.

Anders als etwa die großen Indizes an der Wall Street fehlte dem Dax lange Zeit die Kraft für einen Sprung auf neue Höhen. Das lag vor allem an den Konjunktursorgen im Zuge des US-chinesischen Handelsstreits, die stark auf Auto- und Chemiewerten lasteten.

Konjunkturoptimismus keimt wieder auf

Mittlerweile haben die beiden größten Volkswirtschaften aber ein Teilabkommen unterzeichnet. Damit wurden erst einmal geplante Strafzölle ausgesetzt, die das Zeug gehabt hätten, der globalen Wirtschaft weiteren Schaden zuzufügen. Auch daher war an den Märkten wieder Konjunkturoptimismus aufgekommen. Das unterstrichen am Vortag auch die deutlich aufgehellten Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten: So war der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung im Januar auf den höchsten Stand seit Juli 2015 geklettert.

Grund für die positive Stimmung sind Kursgewinne an den meisten asiatischen Aktienmärkten sowie anziehende Futures auf die US-Aktienindizes. In den USA hatte der Dow Jones Industrial zwar am Dienstag seine jüngste Rekordjagd unterbrochen, aber seit dem Handelsende in den Vereinigten Staaten zogen die Terminkontrakte auf den Dow Jones wieder an.

Dow Future im Plus: US-Leitindex nähert sich Marke von 30.000 Punkten

Aktuell notiert der Dow-Future bei 29 300 Punkten und damit rund 100 Zähler höher als zum Handelsende in den USA am Dienstagabend und etwas höher als zum Xetra-Schluss. Damit rückte der Dow wieder an das erst am Freitag erreichte Rekordhoch von knapp 29 374 Punkten heran – und zu der Marke von 30 000 Zählern fehlen auch nur noch etwas mehr als zwei Prozent.

Asiens Börsen im Bann des Corona-Virus, Nikkei im Plus

Die von China getroffenen Vorsorgemaßnahmen gegen die Ausbreitung des neuen Virus haben die Nerven der Anleger an den asiatischen Börsen beruhigt. In Tokio kletterte der 225 Werte umfassende Nikkei Börsen-Chart zeigen am Mittwoch um 0,7 Prozent auf 24.031 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent. Auch die Börsen in China legten zu.

„Natürlich ist das Virus nicht im Keim erstickt“, sagte Stratege Kay Van-Petersen vom Bankhaus Saxo Capital Markets. „Aber es gab keine weiteren großen Ausbrüche, und die Reaktion der chinesischen Behörden war sehr, sehr positiv.“ Experten hatten eine schnelle Ausbreitung des grippeähnlichen Erregers durch Massenveranstaltungen im Rahmen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr befürchtet.

Unter Druck blieben die Aktien aus den Sektoren Luxusgüter und Luftfahrt. Der Virus-Ausbruch hatte Erinnerungen an die Epidemie des schweren akuten Atemwegssyndroms (Sars) in den Jahren 2002-03 geweckt, bei der unter anderem der Tourismus eingebrochen war.


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Euro notiert kaum verändert

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Mittwoch nur wenig bewegt und damit an den impulsarmen Wochenauftakt angeknüpft. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 110,02 Yen und stagnierte bei 6,9020 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9696 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1081 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0747 Franken an. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3039 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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