Börse: USA-Iran-Konflikt drückt Dax deutlich

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Office of the Iranian Supreme Leader/ AP


Qasem Soleimani (Archivbild): Bei einer US-amerikanischen Attacke nahe dem Flughafen von Bagdad ist einer der hochrangigsten iranischen Generäle getötet worden. Anleger in Asien und Europa fürchten eine Eskalation des Konflikts mit harten Folgen für Wirtschaft und Börsen

Die gezielte Tötung eines hochrangigen iranischen Generals durch US-Militär macht nicht nur die Anleger in Asien nervös. Der Dax taucht nach einem festen Start ins neuen Jahr am Freitag ab. Die Ölpreise schießen hoch. Aktien der Lufthansa leiden.

Aus Furcht vor einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Golf-Region ziehen sich Anleger aus dem deutschen Aktienmarkt zurück. Der Dax
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fiel zur Eröffnung am Freitag um 0,9 Prozent auf 13.262 Punkte und gab damit seine Kursgewinne vom Donnerstag fast komplett ab. Der MDax
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der mittelgroßen Werte büßte am Freitag 0,90 Prozent auf 28 349,46 Punkte ein. In Europa verlor der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigenknapp 0,7 Prozent.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich mit der Tötung einer der ranghöchsten iranischen Generäle gefährlich verschärft. Der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, Ghassem Soleimani, kam bei einem US-Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad ums Leben. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei drohte den USA daraufhin „schwere Rache“ an.

„Die Finanzmärkte haben somit ihren ersten geopolitischen Belastungsfaktor in diesem Jahr“, sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG.

Schlusslicht im Dax war die Lufthansa
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mit einem Kursminus von 2,8 Prozent. Neben den neuen Golf-Spannungen werde die Luftfahrt-Branche von der Prognose eines Passagierrückgangs 2020 belastet, sagte ein Börsianer.

Ölpreis schießt hoch – „Eskalationsspirale ist in vollem Gang“.

Der US-Ölpreis hat in der Nacht zu Freitag zeitweise mit 63,84 Dollar den höchsten Stand seit Mai 2019. Damit wurde sogar der Höchststand vom vergangenen September übertroffen, der nach einem schweren Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen markiert worden war. Der Preis für Nordseeöl kletterte zwischenzeitlich bis auf 69,16 Dollar. Am Morgen fielen die Preise wieder ein wenig.

Laut der Strategin Helima Croft vom Analysehaus RBC könnte in diesem Jahr der Konflikt zwischen dem Iran und den USA auf irakischem Boden ausgetragen werden. Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners schrieb: „Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang“. Die entscheidende Frage sei jetzt, wie weit beide Seiten zu gehen bereits sind. „Dieser Konflikt hat das Potential, politisch und wirtschaftlich extreme Turbulenzen auszulösen“, fuhr der Experte fort. Der drastische Anstieg des Ölpreises sei möglicherweise erst ein klitzekleiner Vorgeschmack auf das, was da noch kommen kann.

Kurse in Asien tauchen ab

Auch in Asien kamen angesichts der gezielten Tötung des iranischen Generals Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts auf. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen sank nach anfänglichen Gewinnen um 0,18 Prozent auf 4144,96 Punkte. In Hongkong notierte der Hang Seng zuletzt 0,23 Prozent niedriger bei 28.477,39 Punkten. Der japanische Leitindex Nikkei Börsen-Chart zeigen hatte am letzten Handelstag 2019 mit einem Minus von 0,76 Prozent bei 23 656,62 Punkten geschlossen.


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Einen Blick wert ist am Freitag auch Grenke
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. Der IT-Vermieter und Finanzdienstleister konnte sein Neugeschäft im abgelaufenen Jahr erneut steigern. Ein Händler kommentierte jedoch, das Unternehmen habe seine Marge zu Lasten des Wachstums verbessert. Auf Tradegate gaben die Anteilsscheine leicht nach.

Z

udem könnten auch Analystenkommentare die Kurse bewegen. So empfahl die US-Bank Citigroup die Aktien von K+S zum Kauf. Analyst Thomas Wrigglesworth geht von einer moderaten Erholung der Kalipreise aus. Die K+S-Papiere stiegen auf Tradegate um knapp 1 Prozent.

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