Börse: Auf ein Neues

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Der Start ins Handelsjahr 2020 dürfte für den Dax am Donnerstag zunächst mau verlaufen. Die Dividendenpapiere gelten teils bereits als hoch bewertet. Da die Wirtschaft zugleich tendenziell schwächelt, rechnen einzelne Analysten im laufenden Jahr mit hohen Schwankungen im Dax. Im Fokus stehen am Morgen zunächst die Papiere der Lufthansa.

Der deutsche Aktienmarkt dürfte verhalten ins neue Börsenjahr starten. Am Donnerstag wird der Dax
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Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge zur Eröffnung 0,14 Prozent leichter auf 13.231 Punkte starten. Das Handelsvolumen dürfte urlaubsbedingt noch gering sein. Für den EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen zeichneten sich am Morgen moderate Gewinne ab.

Die Aktienmärkte in Tokio und der Schweiz bleiben feiertagsbedingt geschlossen. Den letzten Handelstag des abgelaufenen Jahres hatten Investoren genutzt, um Kasse zu machen. Der Dax war um 0,7 Prozent auf 13.249,01 Punkte abgesackt. Binnen Jahresfrist hat der Leitindex mit einem Plus von 26,3 Prozent 2019 allerdings so stark zugelegt wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Im Mittelpunkt steht auch im neuen Börsenjahr der Handelskonflikt zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag per Twitter angekündigt, den ersten Teil eines Handelsabkommens am 15. Januar im Weißen Haus in Washington unterzeichnen zu wollen. Es wird erwartet, dass im Rahmen dessen Zölle gesenkt werden und sich China verpflichtet, mehr Agrarprodukte und andere Waren in den USA zu erwerben.

Aktien gelten teils bereits als hoch bewertet

Die kommenden zwölf Monate könnten herausfordernd werden: Aktien seien bereits hoch bewertet und gleichzeitig schwächele die Wirtschaft. „Vieles spricht da für hohe Schwankungen anstatt hoher Kursgewinne“, prognostizierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Stimmungsumfragen in der Industrie in den USA und China waren gleichwohl zuletzt ein wenig besser ausgefallen als erwartet. An den chinesischen Börsen legten die Kurse am Morgen kräftig zu. Chinas Notenbank will mit geringeren Kapitalanforderungen für Banken bei der Kreditvergabe die zuletzt flaue Wirtschaft des Landes stützen. In Europa stehen am Vormittag ebenfalls Stimmungsumfragen im verarbeitenden Gewerbe auf der Agenda.

Unter den Einzelwerten im Dax Börsen-Chart zeigen rutschte am Donnerstag die Aktie der Lufthansa Börsen-Chart zeigen um 1,1 Prozent ab und notierte damit am Ende des Index . Händler verweisen auf eine Verkaufsempfehlung. Demnach stuften die Analysten von Citi die Titel auf „Verkaufen“ von „Neutral“ herunter.

Nach einem dreitägigen Streik der Flugbegleiter kann die Lufthansa-Tochter Germanwings ab heute wieder abheben. Die Gewerkschaft UFO beschloss, den Ausstand zunächst nicht weiter fortzusetzen. Wie es in der Auseinandersetzung mit dem Konzern weitergehen solle, wolle man am Sonntag beraten, sagte UFO-Sprecher Nicoley Baublies.


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Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind am ersten Handelstag des neuen Jahres leicht gestiegen. Am Donnerstagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,23 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Dienstag, dem letzten Handelstag des vergangenen Jahres. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 16 Cent auf 61,22 Dollar.

Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran wirkten sich am Rohölmarkt zunächst nur wenig aus. Hintergrund ist ein Angriff militanter Demonstranten auf die US-Botschaft in Bagdad. Die USA machen den Iran für die versuchte Erstürmung verantwortlich. Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sind seit längerem stark belastet. Hauptgrund ist der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit der islamischen Republik, die Mitglied des Erdölkartells Opec ist.

mit Nachrichtenagenturen

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