Börse: Bayer an Dax-Spitze, MDax auf Rekordhoch

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Trotz der Zollsenkungen in China notiert der Dax kaum verändert. Im Blickpunkt steht die Aktie von Bayer. Während die US-Indizes auf Rekordjagd bleiben, hat der deutsche Leitindex kaum noch Chancen, in diesem Jahr sein Rekordhoch zu erreichen. Der MDax notiert dagegen auf Rekordnivau.

Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen hat sich am Montag nach einem verhaltenen Start ins Plus vorgewagt: Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,1 Prozent fester bei 13.320 Punkten, nachdem er knapp im Minus in den Handel gestartet war. Nach den Weihnachtsfeiertagen startet der Handel wieder am Freitag (27.12.). Der Nebenwerte-Index MDax Börsen-Chart zeigen kletterte unterdessen auf ein Rekordhoch – auch in diesem Jahr hat der MDax den Dax abgehängt.

Vor einer Woche hatte der Dax mit 13 425 Punkten seinen bisherigen Höchststand seit Januar 2018 erreicht, bevor er zwischenzeitlich um gut zwei Prozent zurücksetzte. Aus dem gleichen Monat stammt auch das Rekordhoch von 13 596 Punkten. Am Freitag schaffte der Dax nach dem großen Verfall an den Terminbörsen noch einen positiven Wochenabschluss. An der Spitze des Dax notierten am Montag die Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen und Adidas Börsen-Chart zeigen. Auch die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard Börsen-Chart zeigen verbuchte ein leichtes Kursplus.

China senkt Zölle massiv

Viele Marktteilnehmer haben ihre Bücher für dieses Jahr schon geschlossen und es ist mit ruhigem Handel zu rechnen. Alle anderen könnten sich darüber freuen, dass China Zölle für Importe im Wert von einigen hundert Milliarden Euro senkt. Der Schritt hat mit dem laufenden Handelskrieg zwischen China und den USA zwar nichts zu tun, unterstützt aber das Argument der Regierung in Peking, dass sich die chinesische Wirtschaft weiter öffnet.

Bayer erhält Unterstützung aus Washington

Unter den Einzelwerten setzten sich die Aktien von Bayer mit einem Plus von knapp 3 Prozent an die Dax-Spitze. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern erhält im Berufungsverfahren gegen einen Schuldspruch wegen angeblicher Krebsrisiken von glyphosathaltigen Unkrautvernichtern Unterstützung der US-Regierung. Dies kam bei dem Konzern gut an. „Wir freuen uns, dass die Vereinigten Staaten ihre Sichtweise in diesem Verfahren eingebracht haben, die mit unseren Argumenten in diesem Fall übereinstimmt“, teilte das Unternehmen mit.

Der Sportartikelkonzern Adidas Börsen-Chart zeigen bekräftigte nach einem erfreulich verlaufenen Geschäft zum Jahresende seine Erwartung an Schlussquartal und Gesamtjahr. Das Weihnachtsgeschäft sei „sehr gut gelaufen“, sagte Firmen-Chef Kasper Rorsted der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Für die Anteilsscheine von Adidas ging es um rund 1 Prozent nach oben.

US-Börsen bleiben auf Rekordjagd

Die Wall Street hat zu Beginn der Weihnachtswoche an ihre Aufwärtstendenz vom Freitag anknüpfen. Da sich viele Händler bereits in die Weihnachtsferien verabschiedet haben, sieht es nach einem ruhigen Handel aus. Der Leitindex Dow Jones
Börsen-Chart zeigen notierte zuletzt 0,3 Prozent fester bei 28.540 Zählern
und behält damit sein Rekordhoch bei 28 608 Zählern im Blick. Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen und der marktbreite Index S&P 500 notieren unterdessen auf Rekordniveau.

Zu den größten Gewinnern im Dow Jones Börsen-Chart zeigen gehörte die Aktie von Boeing mit einem Kursplus von 3 Prozent. Boeing-Chef Dennis Muilenburg hat seinen Rücktritt angekündigt.

Positive Impulse könnten von sinkenden chinesischen Importzöllen ausgehen. Unter dem Druck des Handelskrieges mit den USA öffnet China die Türen zu seinem Markt ein Stück weiter. Zum Jahresanfang senkt die zweitgrößte Volkswirtschaft die Einfuhrzölle für Waren im Wert von einigen hundert Milliarden Euro. Wie der Staatsrat am Montag in Peking berichtete, werden die Importabgaben auf mehr als 850 Güter verringert.

Die Aktien von JD.com stiegen im vorbörslichen Handel um 2,0 Prozent. Der chinesische Online-Händler hat einem Medienbericht zufolge Banken damit beauftragt, einen Börsengang seiner Logistik-Sparte zu prüfen. Mit einem IPO wolle JD.com zwischen 8 und 10 Milliarden US-Dollar für das weitere Wachstum einnehmen. Der Wert der Sparte werde auf mindestens 30 Milliarden Dollar geschätzt, hieß es.

Varta und TeamViewer steigen in MDax auf, Fielmann steigt ab

Ansonsten werden an diesem Montag einige Index-Veränderungen wirksam. So rücken die Softwarefirma Teamviewer und der Batteriehersteller Varta in den Mittelwerte-Index MDax auf. Dafür steigen 1&1 Drillisch und Fielmann in den SDax ab. Die Comdirect Bank steigt unterdessen in den SDax auf.

Börsen in Asien kaum verändert

In Asien notierten die Börsen kaum verändert, obwohl China massive Zollsenkungen ab 1. Januar ankündigte. Vor allem Technologiewerte bremsten mit ihren Verlusten die Indizes in Japan, China und Korea.

Die US-Börsen bleiben anterdessen auf Rekordjagd, doch der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen dürfte in den verbleibenden Handelstagen (Montag, Freitag und Montag) sein Rekordniveau von knapp 13.600 Zählern nicht mehr erreichen: Bei dünnen Umsätzen rechnen Händler mit einem ruhigen Handel. Selbst wenn der deutsche Leitindex am Montag die Marke von 13.400 Zählern wieder erreichen sollte, ist der Weg bis zur neuen Rekordmarke doch noch recht weit.

Die Aussicht auf eine baldige Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen den USA und China hat die Anleger an der Wall Street unterdessen bei Laune gehalten. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 erzielten am Freitag neue Bestmarken. Hoffnung schöpften Börsianer aus Äußerungen des US-Finanzministers Steven Mnuchin, denen zufolge der Handelsdeal Anfang Januar unterzeichnet wird.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 28.455 Punkten, so hoch wie nie zuvor. Der technologielastige Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen rückte 0,4 Prozent auf 8925 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent auf 3221 Punkte zu.

Gegen den Trend rutschten an der Wall Street die Aktien von US Steel um fast elf Prozent ab. Der Stahlkocher rechnet für das vierte Quartal mit einem Verlust von 1,15 Dollar je Aktie, fast doppelt so viel wie erwartet. Vor diesem Hintergrund kürzte das Unternehmen die Quartalsdividende auf 0,01 von 0,05 Dollar je Aktie.

Blackberry mit Comeback

Ein überraschend großes Umsatzplus verhalf den in den USA notierten Papieren von BlackBerry dagegen zu einem Kursplus von mehr als zwölf Prozent. Das ist der größte Kurssprung seit einem dreiviertel Jahr. Der ehemalige Smartphone-Anbieter und heutige Spezialist für Sicherheitssoftware steigerte seinen Umsatz um 23 Prozent auf 280 Millionen Dollar.


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Euro knapp über 1,11 US-Dollar

Der Euro hat sich am Freitag trotz leichter Kursverluste über der Marke von 1,11 US-Dollar halten können. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1115 Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1117 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Plan, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Von Interesse sind Wachstumsdaten aus den USA zur Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal. Allerdings handelt es sich um eine dritte Schätzung, die normalerweise nur leicht korrigiert wird. In der Eurozone stehen einige nationale Wirtschaftszahlen mit zumeist wenig Marktrelevanz an.

Ölpreise etwas schwächer

Die Ölpreise haben am Montag im frühen Handel leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 65,91 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 29 Cent auf 61,51 Dollar.

Trotz der leichten Verluste bewegen sich die Rohölpreise weiter in der Nähe ihrer dreimonatigen Höchststände. Gestützt werden die Erdölpreise nach wie vor durch die insgesamt bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Dazu hat vor allem die Einigung auf ein Teilabkommen zwischen den USA und China beigetragen. Das Abkommen soll den Handelsstreit der beiden Wirtschaftsriesen dämpfen.

Für Preisauftrieb haben zudem Produktionskürzungen durch das Ölkartell Opec gesorgt. Zusammen mit anderen großen Fördernationen wie Russland hatte die Opec vor wenigen Wochen beschlossen, bereits bestehende Kürzungen zu verschärfen.

mit dpa und reuters

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