Dax-Anleger halten sich weiter zurück: Aktien von Adidas stehen im Fokus

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Es geht in die letzte volle Handelswoche in diesem Jahr. Zum großen Verfall an den Terminmärkten wird der Dax laut Händlern am Freitag kaum verändert starten. Am Donnerstag hatte er angesichts anhaltender Gewinnmitnahmen erneut im Minus geschlossen. Im Fokus stehen zunächst die Aktien von Adidas und Ceconomy.

Die letzte volle Handelswoche im Jahr 2019 steuert am Freitagmorgen zunächst auf einen ruhigen Auftakt zu. Händler und Banken berechneten für den Dax Börsen-Chart zeigen zur Eröffnung ein hauchdünnes Minus Prozent auf 13.204 Punkte. Der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen mit einem hauchdünnen Plus erwartet. Im späteren Handelsverlauf steht allerdings der „Hexensabbat“ genannte große Verfall an den Terminbörsen an, was noch zu etwas Hektik im Handel führen könnte.

Vor allem spekulative Anleger versuchen dann, die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu bewegen. „Der Dezember ist der größte und bedeutendste Verfallstermin des Jahres. Starke Ausschläge in beide Richtungen sind da jederzeit möglich“, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Gut 400 Punkte vom Rekordhoch entfernt

Für die Börsenwoche ergibt sich aktuell ein moderater Verlust, nachdem der Dax noch am Montag mit 13.425 Punkten auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen war. Seitdem haben sich die Anleger wieder zurückgezogen. Vom bisherigen Rekordhoch aus dem Januar 2018 von 13.596 ist der deutsche Leitindex inzwischen fast 400 Punkte entfernt.

Anders an der Wall Street: Dort ließen sich am Vorabend die Investoren auch von wenig überzeugenden Konjunkturdaten und dem Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump nicht aus der Ruhe bringen, wie Christian Henke vom Broker IG am Morgen konstatierte. Mit immer neuen Rekorden laufen die US-Börsen den hiesigen Märkten vorweg. Hierzulande seien die Investoren hingegen ein wenig vorsichtiger, so Henke. „Die Jahresendrally entwickelt sich momentan zu einer recht zähen Angelegenheit.“ So hätten auch die Nachwehen der Neuwahlen in Großbritannien mit den wieder aufgekommenen Sorgen über einen harten Brexit den Dax zuletzt ein wenig gebremst.


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An diesem Freitagnachmittag will Großbritanniens Premierminister Boris Johnson im Parlament über sein Brexit-Abkommen abstimmen lassen. Gleichzeitig soll eine Verlängerung der bis Ende 2020 vorgesehenen Übergangsfrist ausgeschlossen werden. Da seine Partei der konservativen Tories inzwischen die Mehrheit der Sitze hat, gilt eine Zustimmung als sicher.

Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage am Morgen dürftig. Adidas Börsen-Chart zeigen stehen nach Zahlen des US-Konkurrenten Nike Börsen-Chart zeigen im Blick. Der weltgrößte Sportartikelhersteller hatte am Vorabend starke Umsatz- und Ergebnis-Kennziffern für das vergangene Geschäftsquartal präsentiert. So stieg der Nettogewinn um fast ein Drittel auf mehr als eine Milliarde Dollar.

Ceconomy Börsen-Chart zeigen-Aktien könnten nach einer Kaufempfehlung durch die Baader Bank einen Blick wert sein. Die Papiere waren am Dienstag eingebrochen, nachdem der Elektronikhändler einen erneuten Dividendenausfall angekündigt hatte. Von diesen Verlusten hat sich der Kurs inzwischen erholt und sogar noch deutlich hinzugewonnen. Baader-Analyst Volker Bosse lobte in seiner Studie, dass der Konzernumbau allmählich Ergebnisse zeige.

Euro knapp über 1,11 US-Dollar

Der Euro hat sich am Freitag trotz leichter Kursverluste über der Marke von 1,11 US-Dollar halten können. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1115 Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1117 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Plan, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Von Interesse sind Wachstumsdaten aus den USA zur Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal. Allerdings handelt es sich um eine dritte Schätzung, die normalerweise nur leicht korrigiert wird. In der Eurozone stehen einige nationale Wirtschaftszahlen mit zumeist wenig Marktrelevanz an.

Ölpreise halten sich bei Dreimonatshoch

Die Ölpreise haben am Freitag in der Nähe ihrer dreimonatigen Höchststände notiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 66,65 US-Dollar. Das waren elf Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel dagegen leicht auf 61,16 Dollar.

Am Donnerstag waren die Erdölpreise jeweils auf dreimonatige Höchststände gestiegen. Am Markt werden zwei Hauptgründe für die Preisaufschläge in den vergangenen Wochen genannt. Zum einen wird auf das Teilabkommen im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit verwiesen. Das Abkommen ist zwar noch nicht unterzeichnet worden. Die Einigung hat aber merklich zur Deeskalation zwischen den beiden großen Wirtschaftsnationen beigetragen.

Zum anderen werden die steigenden Rohölpreise mit der neuerlichen Produktionskürzungen durch das Ölkartell Opec begründet. Zusammen mit weiteren großen Fördernationen wie Russland hatte die Opec vor einigen Wochen beschlossen, bereits bestehende Kürzungen zu verschärfen. Fachleute sind allerdings skeptisch, ob der Schritt ausreicht, um das steigende Angebot insbesondere aus den USA auszugleichen.

mit Nachrichtenagenturen

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