Börse: Dax trotz negativer Vorgaben stabil – Zinsentscheide im Blick

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Am deutschen Aktienmarkt sieht am Donnerstag alles nach einem vorweihnachtlich sehr beschaulichen Börsenstart aus. Gut eine Stunde vor der Eröffnung signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen einen dünnen Kursaufschlag von 0,07 Prozent auf 13.231 Punkte. Der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen wird ebenfalls kaum bewegt erwartet. Nachdem der Dax noch zu Wochenbeginn seinen höchsten Stand seit knapp zwei Jahren erreicht hatte, war ihm die Kraft ausgegangen. Am Mittwoch war er 0,5 Prozent schwächer bei 13.222 Punkten aus dem Handel gegangen.

Die Freude am Markt über die Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China und die Hoffnung auf einen geregelten Brexit nach dem Wahlsieg der Konservativen in Großbritannien konnten den Handel damit bisher nur kurz befeuern.

Im Dax kam zuletzt das Rekordhoch bei 13.596 Punkten ein wenig außer Sichtweite. Hatten Börsenbeobachter noch vor wenigen Tagen darauf spekuliert, dass im Zuge der Jahresendrally die Marke geknackt werden könnte, richten sich nun die Blicke eher auf das neue Jahr.

„Nach den positiven Nachrichten der vergangenen Woche fehlt es jetzt an Kurstreibern“, erklärte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners. Es sei aber vollkommen normal, dass so kurz vor Weihnachten Ruhe auf dem Börsenparkett einkehre. „Mit dem großen Verfall steht morgen der letzte liquide Handelstag dieses Jahres an.“

Auf Konjunkturseite stehen an diesem Donnerstag Zinsentscheide einiger Notenbanken an, darunter in Großbritannien. Große Impulse für die hiesige Börse werden hiervon aber nicht erwartet. Die Bank of Japan hatte es in ihrer Sitzung beim Status Quo belassen.

Evotec kassiert Millionenzahlung

Vorbörslich gestärkt präsentierten sich am Morgen die Papiere der Hornbach Börsen-Chart zeigen. Der Baumarktkonzern gab endgültige Quartalszahlen bekannt, nachdem das Unternehmen bereits vor rund einer Woche Eckdaten vorgelegt und die Prognosen angehoben hatte. Dies hatte der seit Mitte August stetig anziehenden Aktie bereits kräftigen Schub beschert – das Papier kostete zuletzt so viel wie seit rund eineinhalb Jahren nicht mehr.

Bei Evotec Börsen-Chart zeigen gibt es eine weitere Erfolgsmeldung. Die Allianz mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi Börsen-Chart zeigen läuft rund – nun kassiert der Hamburger Biotechforscher die dritte Meilensteinzahlung aus der Zusammenarbeit mit den Franzosen im Bereich Diabetes. Evotec bekommt drei Millionen Euro. Erst am Vortag hatte das Unternehmen die Erweiterung einer anderen Zusammenarbeit mit Sanofi bekanntgegeben. Auf der Handelsplattform Tradegate ging es vorbörslich für die Evotec-Papiere um knapp 0,7 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss nach oben.

In den hinteren Börsenreihen macht am Morgen zudem der Personaldienstleister Amadeus Börsen-Chart zeigen mit einer Übernahme Schlagzeilen. Das Unternehmen verleibt sich die Dortmunder Comcave ein, einen Anbieter im Bereich Erwachsenenbildung.


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Vorgaben aus Asien und den USA schwach

Die Anleger in Asien haben nach den jüngsten Kursanstiegen vor den Weihnachtstagen Gewinne mitgenommen. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei Börsen-Chart zeigen 0,3 Prozent schwächer bei knapp 23.865 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Dienstag noch auf den höchsten Stand seit 14 Monaten gestiegen war. Allein seit August hat der japanische Leitindex fast ein Fünftel zugelegt in der Hoffnung, dass die weltweite Wirtschaft in Schwung kommt.

Auch in den USA wird die Luft immer dünner. Zwar schwangen sich der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq Börsen-Chart zeigen am Mittwoch nochmals zu neuen Rekorden auf. Am Ende gaben sie die ohnehin bescheidenen Gewinne jedoch wieder ab. Der Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen verbuchte zur Schlussglocke ein Minus von 0,10 Prozent auf 28.239,28 Punkte. Ein neues Rekordhoch blieb der Dow schuldig.

Euro legt leicht zu

Der Euro Börsen-Chart zeigen ist am Donnerstag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1125 US-Dollar und damit etwas mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1115 Dollar festgesetzt.

Der Donnerstag steht im Zeichen der Geldpolitik. In der Nacht auf Donnerstag hatte die japanische Notenbank ihren extrem lockeren Kurs bestätigt. Am Vormittag dürfte sich die schwedische Notenbank nach fast fünf Jahren von ihrer Negativzinspolitik verabschieden. Und gegen Mittag steht die Zinsentscheidung der britischen Notenbank auf dem Programm. Es wird mit einer Fortsetzung des lockeren Kurses gerechnet.

Konjunkturdaten stehen dagegen nur wenige auf dem Programm, zumindest im Euro-Raum. In den USA werden zwar einige Zahlen veröffentlicht, allerdings keine von gehobener Bedeutung für die Finanzmärkte.

Ölpreise bewegen sich kaum

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag zunächst kaum von der Stelle bewegt. Am Markt war von fehlenden Impulsen die Rede. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen kostete am Morgen 66,24 US-Dollar. Das waren sieben Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls geringfügig auf 60,97 Dollar.

An der grundsätzlichen Lage am Ölmarkt hat sich in den vergangenen Tagen wenig geändert. Zurzeit bewegen sich die Erdölpreise in der Nähe dreimonatiger Höchststände. Unterstützung kommt vor allem von zwei Seiten: Zum einen von der Annäherung der USA und China in ihrem Handelsstreit, zum anderen von der neuerlichen Förderkürzung des Rohölkartells Opec.

Tendenziell belastend wirken dagegen die nach wie vor durchwachsenen Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft. An den Finanz- und Rohstoffmärkten nimmt die Aktivität vor dem Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel ab. Die geringere Marktliquidität kann zwar zu stärkeren Kursausschlägen führen, die sich jedoch meist als nicht nachhaltig herausstellen.

mit Nachrichtenagenturen

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