Börse: Dax legt nach Rekordjagd Rückwärtsgang ein

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Nach dem guten Wochenauftakt legt der Dax am Dienstag eine Verschnaufpause ein. Mit 13.425 Punkten hatte der deutsche Leitindex tags zuvor im Handelsverlauf einen Höchststand seit Januar 2018 erreicht. Bei den Einzelwerten stehen die Aktien von Ceconomy im Fokus.

Nach seiner jüngsten Rekordjagd hat der Dax Börsen-Chart zeigen am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der deutsche Leitindex gab am frühen Morgen um 0,31 Prozent auf 13.366,19 Punkte nach, nachdem er am Vortag bei 13.425 Zählern sein bisher höchstes Niveau in diesem Jahr erreicht hatte.

Nach der Annäherung der USA und China im Zollstreit und dem Wahlsieg von Boris Johnson in Großbritannien bleibe die Stimmung an den Börsen aber weiterhin positiv, sagten Marktbeobachter. Börsianer schielen deshalb bereits auf die Bestmarke im Dax bei 13.596 Punkten aus dem Januar 2018.

Der MDax Börsen-Chart zeigen, der zu Wochenbeginn eine weitere Bestmarke erobert hatte, trat in der Frühe zuletzt mit plus 0,03 Prozent bei 28.264 Zählern nahezu auf der Stelle. Auch europaweit lief der zweite Handelstag der Vorweihnachtswoche zunächst verhalten an. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen ging es zuletzt um knapp 0,40 Prozent abwärts. Am Vortag war das Börsenbarometer noch auf den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2015 geklettert.

In London kommt unterdessen an diesem Dienstag erstmals nach dem Wahlsieg der Tories das Parlament in seiner neuen Formation zusammen. Da die konservative Partei von Premierminister Boris Johnson nun die Mehrheit der Sitze innehat, wird an der Börse erwartet, dass die Abgeordneten das Brexit-Vorhaben abnicken. Das Brexit-Debakel gilt neben dem Zollstreit als einer der gewichtigsten Bremsklötze für die internationalen Handelsplätze.

Ceconomy streicht Dividende

Auf Unternehmensseite kamen konkrete Nachrichten vor allem aus den hinteren Börsenreihen. Aktien des Elektronikhändlers Ceconomy Börsen-Chart zeigen gehörten mit rund 2,5 Prozent Abschlag nach endgültigen Zahlen zu den schwächsten Mitgliedern im Index der kleineren Werte SDax Börsen-Chart zeigen. Mit einem erneuten Dividendenausfall für dieses Jahr bereitet das Unternehmen seinen Anlegern abermals eine Enttäuschung, auch der nur leichte angepeilte Ergebnisanstieg für das Geschäftsjahr ist laut einem Händler ernüchternd und lastet auf den Aktien.

Die Anteile von Index-Kollege Corestate eroberten mit rund 2,5 Prozent Plus das Siegertreppchen. Bei den Börsianern kam gut an, dass sich Unternehmensgründer Ralph Winter in einer Privatplatzierung von einem Großteil seiner Aktien trennt.

Im MDax Börsen-Chart zeigen gaben die Papiere des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 Börsen-Chart zeigen um rund 1,5 Prozent nach. Marktgerüchten zufolge überlegt das Unternehmen, über eine Tochter das US-Unternehmen Meet Group zu übernehmen, einen Entwickler einer Livestreaming-App.

Airbus Group Börsen-Chart zeigen profitierten unterdessen nur moderat von der Nachricht, dass Konkurrent Boeing Börsen-Chart zeigen einen vorübergehenden Produktionsstopp für seinen Unglücksflieger 737-Max verkündet hat.

Ferner bewegten zahlreiche Unternehmensstudien. Anteile am Softwarekonzern SAP Börsen-Chart zeigen bildeten nach einer Verkaufsempfehlung durch die Bank of America mit zuletzt minus 1,84 Prozent das Schlusslicht im Dax. An die Spitze setzten sich dagegen die Aktien von Eon Börsen-Chart zeigen.

Rheinmetall-Anteile Börsen-Chart zeigen zogen mit mehr als 3 Prozent von dannen. Goldman-Sachs-Experte Chris Hallam empfiehlt das Papier nun zum Kauf. Er traut der Rüstungssparte des Konzerns auch in Zukunft starkes Wachstum zu, womit die Probleme in der Autosparte mehr als wettgemacht werden dürften.


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Die US-Börsen hatten am Vortag fester geschlossen. Der Dow Jones
Börsen-Chart zeigen
schloss 0,4 Prozent höher auf 28.235 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Börsen-Chart zeigen rückte 0,9 Prozent auf 8814 Zähler vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 3191 Stellen zu.

Die USA und China hatten sich nach monatelangem Gezerre auf ein erstes Teilabkommen geeinigt. Die Amerikaner sagten zu, einige Zölle zu reduzieren, im Gegenzug kaufen die Chinesen mehr Waren unter anderem aus der US-Landwirtschaft. „Dieses Abkommen könnte der Beginn einer Reihe von schrittweisen Zollsenkungen sein, was die Kurse am Aktienmarkt weiter steigen lassen könnte, zusammen mit einem steigenden Vertrauen in die Wirtschaft und höheren Investitionen“, sagte Mark Haefele, Chefinvestor bei der Vermögensverwaltung UBS Global Wealth Management.

Für gute Stimmung sorgten ferner Wirtschaftsdaten aus China. So legte dort die Industrieproduktion im November stärker zu als erwartet. Auch der klare Wahlsieg des britischen Premierministers Boris Johnson vergangene Woche sorgte für mehr Klarheit – und die lieben Aktienanleger.

Nach Ansicht von Experten haben Investoren unter diesen Voraussetzungen – Klarheit zu Handelsstreit und Brexit – gute Chancen auf eine Jahresendrally. „Damit befindet sich der Markt jetzt in einer komfortablen Angriffsposition für neue Rekorde“, sagte Kapitalmarktexperte Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. „Es ist nur noch die Frage, ob es noch in diesem Jahr klappt oder wir einen starken Start ins Börsenjahr 2020 bekommen – oder beides!“

Euro und Ölpreise kaum verändert

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Dienstag im frühen Handel kaum von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1145 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Montagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1146 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die für größere Bewegung am Devisenmarkt sorgen könnten. In den USA werden unter anderem Produktionszahlen aus der Industrie veröffentlicht. Im Euro-Raum könnten Daten vom Außenhandel das Interesse wecken. Zudem äußern sich einige hochrangige Notenbanker.

Auch die Ölpreise zeigten sich am Dienstagmorgen zunächst kaum verändert. Händler sprachen von fehlenden Impulsen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen kostete am Morgen 65,35 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag ebenfalls kaum verändert bei 60,19 Dollar.

Profitiert haben die Ölpreise in den vergangenen Tagen von der Einigung zwischen den USA und China. Obwohl die Skepsis groß ist, dass sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt umfänglich einigen können, hat die Teileinigung die Zuversicht am Rohölmarkt erhöht. Angetrieben wurden die Preise zuletzt auch von einer zusätzlichen Förderkürzung durch das Ölkartell Opec.

mit Nachrichtenagenturen

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