Börse: Dax-Anleger schauen auf diesen Mann

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Susan Walsh/AP/dpa

Jerome Powell, US-Notenbankchef: Wird er heute Abend eine verlässliche Einschätzung für die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft geben können? Anleger hoffen das.

Der Dax
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dürfte sich zur Wochenmitte nach den deutlichen Kursschwankungen am Vortag vorerst in ruhigem Fahrwasser bewegen. Händler und Banken berechneten den Dax gegen 8 Uhr zum Handelsstart leicht im Plus bei 13.082 Punkten. Der EuroStoxx 50
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wird kaum verändert erwartet.

Es sei nicht auszuschließen, dass bereits einige Akteure am Markt allmählich die Bücher für dieses Jahr schließen, um die bereits erzielten Kursgewinne nicht mehr zu gefährden, schrieben die Experten der Helaba in ihrem Tagesausblick. „Insofern muss damit gerechnet werden, dass das Handelsgeschehen in den kommenden Tagen nach und nach an Schwungkraft verliert.“

In den USA steht an diesem Abend der Zinsentscheid der US-Notenbank auf der Agenda. Es dürfte der Fed nicht gerade leicht fallen, eine verlässliche Einschätzung für den US-Wirtschaftsausblick zu geben, sagte Commerzbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen. Denn im Handelsstreit sehe es zunehmend danach aus, als ob die Entscheidung über die am Sonntag vorgesehene Einführung weiterer US-Zölle auf chinesische Importe in letzter Sekunde falle.

Am Vortag hatte die Hoffnung auf eine Verschiebung der Zölle den Dax stabilisiert, nachdem er zuvor unter 12.900 Punkte gefallen war. Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt stehen am Mittwoch Aurubis Börsen-Chart zeigen nach Jahreszahlen im Blick. Vorbörslich rückten sie auf der Handelsplattform Tradegate zum Xetra-Schluss um 1,8 Prozent vor. Der Kupferkonzern gab laut Händlern vor dem Hintergrund zuvor schon bekannter Aussagen einen ordentlichen Jahresbericht ab.


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Hornbach Börsen-Chart zeigen gewannen vorbörslich auf Tradegate bei allerdings dünnem Umsatz mehr als 5 Prozent dazu. Der Baumarktkonzern erhöhte nach einem guten dritten Geschäftsquartal die Gewinnprognose. Die Papiere von Borussia Dortmund Börsen-Chart zeigenprofitierten mit einem Plus von 5 Prozent vom Einzug des Fußballvereins in das Achtelfinale der Champions League.

Aktien-Umstufungen, die bewegen könnten, betreffen Airbus Group
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, Bechtle Börsen-Chart zeigenund Hellofresh . Jefferies senkte für die Anteile des Flugzeugbauers den Daumen und votiert nun mit „Hold“. Die HSBC stufte die Papiere des IT-Dienstleisters Bechtle ebenfalls auf „Hold“ ab. Bei Hellofresh änderte JPMorgan die Anlagempfehlung von „Overweight“ auf „Neutral“.

Euro vor Zinsentscheid etwas schwächer

Der Euro hat am Mittwoch vor dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank leicht nachgegeben. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1090 US-Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1077 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte blicken Analysten und Anleger nach Washington. Dort trifft die US-Notenbank Fed am Abend ihre Zinsentscheidung. Nach drei Zinssenkungen in diesem Jahr wird nicht mit einer weiteren Reduzierung gerechnet. Viele Beobachter stellen sich aber die Frage, unter welchen Umständen die Fed ihre abwartende Haltung ablegen könnte. Notenbankchef Jerome Powell hat nach dem Zinsentscheid Gelegenheit, auf derartige Fragen einzugehen.

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel etwas nachgegeben. Händler nannten Lagerdaten aus den USA als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 63,93 US-Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 32 Cent auf 58,92 Dollar.

Leichten Preisdruck übten amerikanische Vorratsdaten aus. Das American Petroleum Institute (API) hatte am Dienstagabend einen Zuwachs der landesweiten Rohölbestände gemeldet. Am Mittwoch wollte das US-Energieministerium seine wöchentlichen Zahlen veröffentlichen. Die Erdölförderung der USA bewegt sich seit längerem auf Rekordniveau.

Für etwas Erleichterung haben am Ölmarkt Meldungen gesorgt, die auf eine Annäherung der USA und China im Handelsstreit hindeuten. Verschiedene Medien hatten am Dienstag berichtet, dass die USA ihre für Mitte Dezember angedrohten Strafzölle wohl nicht in Kraft setzen werden. Eine offizielle Bestätigung steht aber aus, was die Unsicherheit am Markt hoch hält.

mit Nachrichtenagenturen

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