Dax dreht ins Plus: Aktien werden teurer – trotz Black Friday

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Kurstafel im Frankfurter Handelssaal

Aktien waren am heutigen Black Friday im frühen Handel etwas günstiger zu haben – doch am Nachmittag dreht der Dax ins Plus und nimmt die Marke von 12.300 Zählern in den Blick. Vor allem die Aktie von Eon legt zu.

Kursgewinne am Schwarzen Freitag: Der Dax hat sich am Freitag nach einem schwachen Start wieder erholt und notierte zuletzt leicht im Plus bei 12.261 Punkten, nachdem er im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 13.188 Punkte zurückgefallen war. Ausgerechnet am „Black Friday“ rückt damit das 14-Monats-Hoch wieder in den Blick: Seinen bisherigen Jahreshöchststand hatte der Dax Börsen-Chart zeigen in der Vorwoche bei 13.374 Punkten erreicht. Darüber käme sofort das Rekordhoch von 13 596 Punkten aus dem Januar 2018 ins Spiel.

An der Wall Street notierten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen zu Beginn des verkürzten Handelstages kaum verändert. Nach dem Feiertag Thanksgiving findet zum Wochenabschluss am „Black Friday“ nur ein verkürzter Handel in den USA statt.

Eon erhöht Prognose und kümmert sich um Großbritannien-Probleme

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählte am Freitag die Aktie von Eon Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von 2 Prozent. Der Konzern hatte Quartalszahlen vorgelegt und die Gewinnprognose erhöht. Deutschlands größter Stromversorger will zudem seine Probleme in Großbritannien angehen. Neben dem eigenen britischen Vertriebsgeschäft hat der Konzern nach der Innogy -Übernahme nun auch deren Tochter NPower dazubekommen, deren Geschäft auf der Insel ebenfalls leidet. Nun wolle das Management „notwendige Maßnahmen ergreifen, um das Geschäft nachhaltig wieder in die Gewinnzone zu führen“, erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Analysten hatten bereits darauf gehofft, dass der Konzern mit den Quartalszahlen erklärt, wie es mit dem britischen Vertrieb weitergehen soll. Die Neunmonatszahlen seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Jefferies-Analyst Ahmed Farman.

In Australien und Neuseeland hingegen gaben Spekulationen auf Zinssenkungen den Aktienbörsen am Freitag erneuten Rückenwind. Die dortigen Leitindizes notieren mit 6983,70 und 11.337,45 Punkten jeweils so hoch wie noch nie.


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Empfehlung stützt Carl Zeiss

Die Lufthansa -Papiere legten nach einer Hochstufung auf „Outperform“ durch die Credit Suisse um 0,5 Prozent zu. Analyst Neil Glynn geht davon aus, dass die Fluggesellschaft im Jahr 2020 wieder auf den richtigen Weg kommen wird.

Carl Zeiss Meditec verteuerten sich als bester MDax Börsen-Chart zeigen -Wert um 3,1 Prozent. Mainfirst hatte das Kursziel für den Medizintechniker deutlich von 95 auf 120 Euro erhöht. Die Weichen für ein starkes Jahr 2020 seien gestellt, hieß es. Mit 112 Euro waren die Papiere auf ein Rekordhoch geklettert.

Osram-Poker: Hedgefonds steigen ein

Bei Osram geht das Tauziehen um die Übernahme weiter. Nach dem Angebot des österreichischen Halbleiterherstellers AMS für den deutschen Leuchtenhersteller könnte dieser nun zum Spekulationsobjekt für Hedgefonds werden. Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ sollen laut Finanzkreisen bereits bis zu 45 Prozent der Osram-Aktien in den Händen von Hedgefonds liegen. „Es scheint, dass eine Reihe von Hedgefonds Aktien erworben haben mit dem Ziel, diese erst zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem höheren Preis anzudienen“, sagte Osram-Chef Olaf Berlien der Zeitung. Die Osram-Anteile verloren zuletzt 0,4 Prozent.

Für die Papiere des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus ging es nach Vorlage von Zahlen um mehr als 8 Prozent nach oben. Analyst Andrew Lee von Goldman Sachs betonte die Aussicht auf ein weitgehend stabiles operatives Ergebnis im Gesamtjahr. Das bereinigte operative Ergebnis sei stark ausgefallen und auch der Umsatzmix sei besser als erwartet gewesen, schrieb Analyst Akhil Dattani von JPMorgan

Euro über 1,10 US-Dollar

Der Euro hat am Freitagmorgen weiter über der Marke von 1,10 US-Dollar notiert. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1010 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend.

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen 63,70 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um sieben Cent auf 58,04 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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