Gewinne an der Börse – MDax erreicht Rekordniveau: Dax nahe Rekordhoch, Trump spricht von „Geburtswehen“

0/50 Bewertungen

picture alliance / dpa

Bulle und Bär: Der Dax nähert sich seinem Rekordhoch. Trump spricht bereits von „Geburtswehen“ eines Handelsdeals mit China

US-Präsident Donald Trump spricht über „Geburtswehen“ eines Handelsdeals mit China. Das hatte schon die US-Indizes auf Rekordstände getrieben. Auch hierzulande sind Anleger optimistisch.

In der Hoffnung auf eine baldige Unterzeichnung des geplanten Teil-Handelsabkommens zwischen den USA und China steigen weitere Anleger in den deutschen Aktienmarkt ein. Der Dax Börsen-Chart zeigen gewann zuletzt 0,5 Prozent auf 13.295 Punkte. Damit ist ein neues 14-Monats-Hoch in Reichweite – aktuell liegt es bei 13.374 Zählern. Auch von seinem Rekordhoch von 13.590 Punkten ist der Dax nicht mehr weit entfernt. Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Börsentitel war bereits am Vortag auf ein Rekordhoch geklettert.

Die Hinweise auf Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China verdichten sich: US-Präsident Donald Trump zufolge steht im Handelsstreit der Abschluss eines Teilabkommens unmittelbar bevor. „Wir sind in den letzten Geburtswehen eines sehr wichtigen Abkommens“, sagte Trump. Die Gespräche liefen „sehr gut“.

Aroundtown erfreut, Knorr-Bremse enttäuscht

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählte Aroundtown, die sich um 3,3 Prozent verteuerten. Das Quartalsergebnis der Immobilienfirma sei besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Georg Kanders vom Bankhaus Lampe. Er bekräftige daher seine Kaufempfehlung. Die Titel des Aroundtown-Fusionspartners TLG Börsen-Chart zeigen legten 2,9 Prozent zu.

Die Papiere von Knorr-Bremse verloren dagegen trotz eines Umsatz- und Gewinnanstiegs 0,9 Prozent. Der Autozulieferer habe schlechter abgeschnitten als erwartet, sagte ein Börsianer.


Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow Jones in Echtzeit auf einen Blick


Nikkei mit Gewinnen, US-Börsen auf Rekordhoch

Die Spekulationen auf eine baldige Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen den USA und China gaben auch der japanischen Börse Rückenwind. Der Nikkei-Index Börsen-Chart zeigen legte am Mittwoch 0,3 Prozent auf 23.438 Punkte zu. Die Börse Shanghai verlor dagegen wegen enttäuschender Konjunkturdaten 0,2 Prozent auf 2901 Zähler.

Der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen hatte nach diesen Meldungen bereits eine weitere Bestmarke erreicht. Der Index stieg kurz vor dem Handelsschluss bis auf den Höchststand von 28.146 Punkten. Mit plus 0,20 Prozent auf 28.121,68 Punkte beendete der Leitindex den Tag. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,22 Prozent auf 3140,52 Zähler und der technologielastige Nasdaq Börsen-Chart zeigen rückte um 0,17 Prozent auf 8385,75 Punkte vor.

Der starke Gewinnzuwachs der US-Indizes auf Jahressicht sei angesichts einer immer langsamer wachsenden Wirtschaft schon ein starkes Stück, sagte Marktanalyst Clemens Schmale von Godmode Trader. Es sei aber nicht ungewöhnlich, dass der Markt aufgrund seiner Erwartung der Wirtschaft voraus ist. Die Performance lasse sich fundamental aber nicht rechtfertigen und auf Dauer gehe so etwas nicht gut, wenn sich die Lage nicht aufhelle. Nun aber gebe es Hoffnung, dass genau das geschieht, wenngleich sich der Aktienmarkt auf sehr dünnem Eis bewegt.

Am Donnerstag wird wegen des Feiertags Thanksgiving in den USA nicht gehandelt, das könnte auch schon zur Wochenmitte für ein impuls- und umsatzarmes Aktiengeschäft sorgen. Am Freitag und am Montag stehen in den USA mit dem Black Friday und dem Cyber Monday zwei vorweihnachtliche Shopping-Großereignisse an. An diesen beiden Tagen zeigen sich US-Konsumenten besonders kauffreudig.

Euro etwas leichter

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch im frühen Handel etwas nachgegeben. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1010 US-Dollar und damit moderat weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1020 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte können sich Analysten und Anleger auf zahlreiche Konjunkturdaten einstellen. In den USA wird vor dem Thanksgiving-Fest ein ganzer Schwung an Zahlen veröffentlicht. Im Mittelpunkt dürften gesamtwirtschaftliche Wachstumsdaten für das dritte Quartal und Zahlen zur Investitionsneigung der Unternehmen stehen. In Europa werden dagegen nur wenige Wirtschaftsdaten veröffentlicht.

Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel leicht gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen 64,08 US-Dollar. Das waren 19 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 18 Cent auf 58,23 Dollar.

Händler erklärten die leichten Preisabschläge mit dem etwas festeren US-Dollar, der Rohöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums verteuerte und die Nachfrage belastete.

mit Nachrichtenagenturen

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*