Börse: Dax-Anleger kommen aus der Deckung

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Börse Frankfurt: Die Stimmung unter den Dax-Anlegern sei nach wie vor optimistisch geprägt, sagen einzelne Händler an der Börse in Frankfurt am Dienstag

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften am Dienstag vorsichtig optimistisch vorgehen. Die Stimmung sei nach wie vor positiv und der Mut zum Risiko deutlich größer als die Angst, zu früh zu verkaufen, kommentierte Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partners in Frankfurt.

Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenauftakt taxierten Händler den Dax zum Start 0,17 Prozent fester bei 13.229 Punkten. Der Dax Börsen-Chart zeigen bleibt damit vorerst in der Spanne zwischen 13.100 und 13.300 Punkten, in der er sich seit knapp zwei Wochen bewegt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
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wird am Dienstagmorgen mit plus 0,27 Prozent erwartet.

Bereits tags zuvor hatten Aktien nur leicht eingebüßt, als vage Berichte die Runde machten, China sei wieder pessimistisch hinsichtlich eines erfolgreichen Handelsdeals, da US-Präsident Donald Trump Strafzölle nicht aufheben wolle. Echter Druck war aber ausgeblieben, und Altmann sieht inzwischen zunehmend Warnsignale, die auf einen Umschwung beim Börsenwetter deuten könnten.

Unter dein Einzelwerten stehen an diesem Tag vor allem Immobilienwerte im Fokus, denn der Gewerbeimmobilienkonzern Aroundtown legte nun ein Übernahmeangebot für den Konkurrenten TLG Immobilien Börsen-Chart zeigen vor. Sollte die bereits angekündigte Fusion gelingen, würde daraus einer der größten Anbieter von Bürohäusern in Europa entstehen. Während auf der Handelsplattform Tradegate die TLG-Papiere vorbörslich um 1,5 Prozent stiegen, zeigten sich die von Aroundtown nahezu unverändert.


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In Europa steht zudem ein weiteres Übernahmevorhaben im Blick, an dem sich die in diesen Dingen vielfach gescheiterte Deutsche Börse
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wieder beteiligen könnte. Nachdem die Mehrländerbörse Euronext und die Schweizer Börse Six ihr Interesse für den spanischen Börsenbetreiber Bolsas y Mercados Espanoles (BME) bekundeten, könnte einem Medienbericht zufolge auch die Deutsche Börse ein Gebot erwägen. Auf Tradegate verlor die Aktie 0,6 Prozent.

Die Anteile des Biotechnologie-Unternehmens Morphosys könnten weiter wegen des am Vortag mitgeteilten Studienerfolgs zum Wirkstoffkandidaten Tafasitamab steigen, denn nun äußerten sich weitere Analysten dazu. JPMorgan nannte den Erfolg „signifikant positiv“, bei Berenberg schrieb Analystin Shanshan Xu, sie sei nun optimistischer als je zuvor, dass Tafasitamab zugelassen, erfolgreich in den Markt eingeführt und zudem erweitert werde für zusätzliche Indikationen.

Die Aktien des Mobilfunkunternehmens 1&1 Drillisch
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legten nach einer Kaufempfehlung der US-Bank Citigroup vorbörslich um fast 3 Prozent zu.

Euro zum Dollar kaum verändert

Der Euro hat sich am Dienstag nur wenig bewegt und die Kursgewinne der vergangenen Handelstage gehalten. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1078 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Stand wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1061 Dollar festgesetzt.

Seit dem vergangen Freitag hat sich der Euro von jüngsten Kursverlusten erholen können, nachdem er zuvor unter die Marke von 1,10 Dollar gefallen war und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Am Morgen sprachen Marktbeobachter von einem impulsarmen Handel. Es stehen im Tagesverlauf kaum wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren können.

Ölpreise fallen leicht

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 62,35 US-Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 20 Cent auf 56,85 Dollar.

Seit Beginn der Handelswoche stehen die Ölpreise unter Druck. Als Ursache gilt vor allem die Sorge über die weitere Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zuletzt verunsicherten Meldungen, dass China weniger optimistisch auf ein Teilabkommen zur Entschärfung des Handelsstreits blicke. Nachdem zuvor vor allem die USA die Erwartung auf ein erstes Handelsabkommen zwischen den beiden Staaten geschürt hatten, belastete die neueste Nachrichtenentwicklung die Ölpreise.

Marktbeobachter erklärten den Preisdruck aber auch mit der Entwicklung der Ölreserven in den USA. Analysten erwarten einen neuerlichen Anstieg der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl. Erste Daten zu den US-Reserven werden am Abend erwartet.

mit Nachrichtenagenturen

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