Nach Rekordjagd an den US-Börsen: Dax behält Rekordhoch im Blick

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Der Dax behält die Marke von 13.300 Punkten im Blick. Bis zum Rekordhoch ist es nicht mehr weit. Trotz der Proteste in Hongkong zeigen sich Asiens Börsen überwiegend fest.

Weitere hoffnungsvolle Signale im US-chinesischen Handelsstreit und gute Vorgaben der Überseebörsen dürften den Dax am Montag stabilisieren. Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt zeigte sich der X-Dax als Indikator des deutschen Börsenbarometers im Vergleich zum Freitagsschlussstand mit minus 0,1 Prozent auf 13.231 Punkte kaum verändert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen wird am Montagmorgen ebenfalls fast unverändert erwartet.

Am Freitag hatte der Dax Börsen-Chart zeigen nochmals zugelegt und die sechste Gewinnwoche in Folge verbucht. Bis zum Rekordhoch fehlen dem deutschen Leitindex noch rund 2 Prozent. Allerdings hat die jüngste Rally zuletzt an Kraft eingebüßt.

Im Handelskonflikt ließ die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Wochenende verlauten, dass die Verhandlungsführer miteinander telefoniert haben. Dabei soll es um die Kernanliegen beider Seiten für ein Teilabkommen gegangen sein. Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners schränkte hierzu jedoch ein: „Wenn die Beteiligten nach der Telefonschalte als einziges Ergebnis berichten, dass sie in engem Kontakt bleiben wollen, stimmt mich das sehr skeptisch. Für die Anleger bleibt es hier beim Wechselbad der Gefühle.“

Volkswagen stellt Investitionsplanung vor

Bevor der Autokonzern VW am späten Vormittag Analysten seine fünfjährige Investitionsplanung vorstellt, könnte in der Autobranche noch BMW Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Vorstandsumbau könnte hier laut einem Pressebericht weitergehen. Vertriebsvorstand Pieter Nota müsse damit rechnen, dass sein Vertrag 2020 nicht verlängert werde, schrieb die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auf Tradegate gab es auch hierzu allerdings keine Kursreaktion.

Qiagen bauen Gewinne aus: Übernahmegerüchte halten sich

Um rund 8 Prozent indes stiegen die Aktien von Qiagen vorbörslich auf Tradegate und bauten damit ihre jüngsten Gewinne aus. Der Gendiagnostik- und Biotechkonzern erhielt mehrere Interessensbekundungen für eine vollständige Übernahme. In der vergangenen Woche wurde erstmals spekuliert, dass der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific den Kauf erwägt.

DWS und Adidas profitieren von Empfehlungen

Im Blick auf Analystenurteile könnten die Papiere der Deutsche-Bank-Tochter DWS im Fokus stehen, denn die US-Bank Morgan Stanley empfielt das Papier des Vermögensverwalters nun zum Kauf. Die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas wurde von der Societe Generale nun zum Kauf empfohlen. Auf Tradegate legten beide Werte vorbörslich um etwas mehr als ein Prozent zu


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Gewinne in Asien

Nach dem starken Wochenabschluss mit neuen Rekorden an der Wall Street haben sich am Montag auch die Anleger in Asien nicht bitten lassen. Vor allem der zuletzt schwer ins Trudeln geratenen Hang-Seng-Index zeigte in Hongkong eine deutliche Reaktion auf die jüngsten Verluste.

Er gewann im späten Handel gut ein Prozent auf 26 605 Punkte. Belastet durch die Unruhen in der chinesischen Sonderverwaltungszone war der Hang-Seng zuletzt in sechs Tagen um bis zu sechs Prozent eingeknickt. Zur Freude der Demonstranten hat nun ein Gericht das derzeitige Vermummungsverbot als verfassungswidrig verworfen. Demonstranten in Hongkong tragen vielfach Masken und dicht schließende Brillen, um sich vor Tränengas oder Pfefferspray zu schützen. Viele wollen auch verhindern, dass sie identifiziert werden können.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen kletterte nach einer kleineren Zinssenkung der Notenbank um 0,8 Prozent auf 3907 Punkte.

Auch im Handelsstreit zeichnet sich ein möglicher Fortschritt ab: Die Verhandlungsführer von China und den USA – Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He, US-Finanzminister Steven Mnuchin und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer – hätten am Samstag auf Anfrage der US-Verhandler am Telefon miteinander gesprochen, wie die die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Wochenende mitteilte. Dabei soll es um die Kernanliegen beider Seiten gegangen sein, die ein Teilabkommen im Handelsstreit anstreben.

In Tokio endete der Leitindex Nikkei
Börsen-Chart zeigen
fast ein halbes Prozent höher bei 23 416 Punkten.

Euro weiter bei 1,10 Dollar

Der Euro hat am Montag an die Kursgewinne der vergangenen Handelswoche angeknüpft. Am Morgen konnte die Gemeinschaftswährung leicht zulegen und wurde bei 1,1060 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1034 (Donnerstag: 1,0997) Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern profitiert der Euro weiterhin von enttäuschenden US-Konjunkturdaten, die den Dollar am Freitag belastet hatten. Im Oktober war die amerikanische Industrieproduktion überraschend deutlich gefallen. Im weiteren Tagesverlauf stehen kaum Konjunkturdaten auf dem Programm, die für neue Impulse sorgen könnten.

Auch das britische Pfund konnte am Morgen an die Gewinne der vergangenen Woche anknüpfen und weiter zulegen. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte mitgeteilt, dass alle Kandidaten der konservativen Partei schriftlich zugesichert haben, das Brexit-Abkommen im Falle eines Wahlsiegs zu unterstützen. Damit würde Johnson das Abkommen schnell durch das Parlament bekommen, wenn seine Partei bei den Wahlen am 12. Dezember eine Mehrheit bekommt.

mit Agenturen

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