Börse: Trumps neue Zolldrohungen belasten Dax, Daimler und BMW

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US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Rede zur Handelspolitik Anleger verunsichert. Der Dax Handel.gibt wieder nach Handel.den USA starten Dow Jones und Nasdaq mit Verlusten in den Handel.

Mit widersprüchlichen Signalen zur Handelspolitik hat US-Präsident Donald Trump die Börsenrally ausgebremst. Der Dax Börsen-Chart zeigen gab am Mittwoch einen Teil seiner jüngsten Gewinne ab und verlor zeitweise 1,1 Prozent auf 13.159 Punkte. Zuletzt konnte der deutsche. Trump hatte bei einer Rede am Dienstagabend gesagt, die Unterzeichnung des Handelsabkommens mit China stehe kurz bevor. Allerdings werde er einem Vertrag nur zustimmen, wenn er gut für die USA sei.Leitindex jedoch die Marke von 13.200 Zählern zurückerobern. Trump hatte bei einer Rede am Dienstagabend gesagt, die Unterzeichnung des Handelsabkommens mit China stehe kurz bevor. Allerdings werde er einem Vertrag nur zustimmen, wenn er gut für die USA sei.

Darüber hinaus drücke Trumps Drohung mit neuen Strafzöllen, sollte das geplante Abkommen mit China scheitern, auf die Stimmung, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Commerzbank-Analystin Antje Praefcke riet zur Gelassenheit. „Die Säbelrasselei in Richtung China hat nie wirklich aufgehört, dabei aber an Intensität abgenommen. Denn es ist auch im Interesse der USA, eine Einigung zu erzielen.“

Zoll auf europäische Exportautos noch nicht vom Tisch

Ernüchterung machte sich in der Autobranche breit, weil Trump den erwarteten einstweiligen Verzicht auf neue Importabgaben für europäische Fahrzeuge nicht erwähnte. „Zölle wären ein weiterer herber Schlag für die zuletzt ohnehin gebeutelte deutsche Autoindustrie“, warnte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der europäische Branchen-Index büßte zwei Prozent ein.

Goldpreis steigt

Auch am Rohstoffmarkt war Katerstimmung angesagt: Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um ein Prozent auf 61,43 Dollar je Barrel (159 Liter) und das wichtige Industriemetall Kupfer kostete mit 5837,50 Dollar je Tonne 0,5 Prozent weniger als am Dienstag. Im Gegenzug verteuerte sich die „Krisen-Währung“ Gold um 0,5 Prozent auf 1464,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Unbehagen bereiteten Investoren außerdem die anhaltenden Unruhen in Hongkong. Anleger befürchten die Beeinträchtigung der Konjunktur in der gesamten Region. Der Hongkonger Leitindex fiel um 1,8 Prozent. In London gerieten HSBC und Standard Chartered unter die Räder. Die Aktien der beiden stark in Asien engagierten Banken büßten jeweils etwa zwei Prozent ein.

Wall Street: Dow Jones und Nasdaq starten mit Verlusten

Die Wall Street dürfte sich zur Wochenmitte zunächst der schwächeren Tendenz in Asien und Europa anschließen: Der Dow Jones
Börsen-Chart zeigen
startete mit 27 607 Punkten 0,3 Prozent unter dem Vortagesniveau in den Handel.

Tags zuvor hatten der marktbreite S&P 500 und der Auswahlindex der Technologiebörse Nasdaq, der Nasdaq 100 , weitere Rekordstände erreicht. Halten konnten sie sie aber letztlich nicht. Der Dow Jones
Börsen-Chart zeigen
war knapp unter seinem in der Vorwoche erreichten Höchststand von 27 774 Punkten geblieben, das er mit seiner Rally um fast 8 Prozent seit Anfang Oktober erreicht hatte.

Die Anleger warten nach dem guten Lauf weiter auf klare Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump hatte zwar tags zuvor einmal mehr ein bedeutsames Teilabkommen versprochen, das möglicherweise schon bald abgeschlossen werden könnte. Konkretere Angaben zum Verlauf der Gespräche blieb er aber schuldig. Statt dessen schoss er sich auf Handelsbarrieren der Europäischen Union ein. Bis Mitte November will er über angedrohte höhere Zölle auf Einfuhren von Autos aus der Europäischen Union entscheiden.

Deutsche Wohnen im Plus – Aktienrückkauf

Die Titel von Deutsche Wohnen legten dagegen 2,3 Prozent zu. Die Immobilienfirma steigerte den operativen Gewinn und will eigene Aktien zurückkaufen. Analyst Thomas Rothäusler von der Investmentbank Jefferies lobte die Quartalsergebnisse als solide. Die angekündigten Belastungen durch den Berliner Mietendeckel lägen im Rahmen seiner Erwartungen.

Autozulieferer Leoni stürzt ab

Die Papiere von Leoni Börsen-Chart zeigen stürzten dagegen um zehn Prozent ab. Der Mittelabfluss des Autozulieferers habe sich zwar im dritten Quartal verlangsamt, schrieb Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe. Dennoch sei kein Silberstreif am Horizont zu erkennen. Der Verlust beim Cash Flow summiere sich seit Jahresbeginn auf 400 Millionen Euro.

Deutsche Bank mal wieder Schlusslicht im Dax

Nach einer Kaufempfehlung vom Bankhaus Metzler waren im Dax Börsen-Chart zeigen Infineon Börsen-Chart zeigen nach ihrem kräftigen Vortagesplus erneut weit vorne mit einem Zuwachs von einem halben Prozent.

Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen waren das Schlusslicht mit minus 3,3 Prozent nach den jüngsten Kursgewinnen. Der gesamte Finanzsektor zeigte sich schwach.


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Asiens Börsen überwiegend im Minus

Die asiatischen Börsen standen am Mittwoch vor allem wegen der neuerlichen Unruhen in Hongkong unter Druck. Der japanische NikkeiIndex Börsen-Chart zeigen fiel am Mittwoch um 0,9 Prozent auf 23.320 Punkte, und die Börse Shanghai büßte 0,4 Prozent auf 2903 Zähler ein. Der Hongkonger Leitindex rutschte sogar um 2 Prozent ab.

Die Regierung der ehemaligen britischen Kronkolonie erwartet weitere gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und den Sicherheitsbehörden. Aus diesem Grund sollen am Donnerstag sämtliche Schulen der chinesischen Sonderverwaltungszone geschlossen bleiben. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Rede zwar gesagt, die Unterzeichnung des Handelsabkommens mit China stehe kurz bevor. Gleichzeitig drohte er aber mit neuen Strafzöllen, sollte der Deal platzen.

Euro knapp über 1,10 Dollar – Neuseeland-Dollar steigt

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Mittwoch knapp über der Marke von 1,10 US-Dollar halten können. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1010 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1015 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte richtet sich die Aufmerksamkeit zum einen auf Inflationsdaten. Erwartet werden Preisdaten unter anderem in Deutschland, Großbritannien und den USA. Die US-Inflation hat hohe Bedeutung für die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed, deren Chef sich am späten Nachmittag vor dem Kongress äußern wird. Bisher signalisiert die Fed eine Zeit konstanter Zinsen, nachdem sie diese in diesem Jahr dreimal reduziert hat.

Deutlich zulegen konnte am Morgen der neuseeländische Dollar. Zur US-Währung legte er etwa ein Prozent zu. Ausschlaggebend war die Zinsentscheidung der neuseeländischen Notenbank in der Nacht auf Mittwoch. Sie hatte ihren Leitzins zur Überraschung vieler Analysten nicht weiter reduziert. Die Zentralbank verwies auf Hinweise, dass sich die neuseeländische Volkswirtschaft stabilisiere. Die Notenbank des Landes war eine der ersten größeren Zentralbanken, die in diesem Jahr mit der Lockerung begonnen hatte.

mit Nachrichtenagenturen

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