Börse: Wall Street dürfte Dax anschieben

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Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt

Steigende Kurse an der Wall Street dürften den Dax am Dienstag Auftrieb verleihen. Sorgen bereiten Anlegern weiterhin die gewaltsamen Proteste in Hongkong.

Die Kurserholung an der Wall Street am Montagabend dürfte den Dax am Dienstag etwas anschieben. Pünktlich zum Handelsschluss in Frankfurt hatte der Dow nach oben gedrehte und anfängliche Verluste wett gemacht. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt mit 0,40 Prozent im Plus bei 13 251 Punkten. Für ein neues Jahreshoch des Dax dürfte es zunächst allerdings nicht reichen. Am Montag war der Dax 0,2 Prozent schwächer bei 13.198 Punkten aus dem Handel gegangen.

Heute wird der ZEW-Index bekanntgegeben, er spiegelt die Stimmung der deutschen Börsenprofis wider. Vor dem Hintergrund der Aktienrally der vergangenen Wochen rechnen Experten mit einer Verbesserung auf minus 13 von minus 22,8 Punkten.

Anleger schauen allerdings weiter mit sorgenvoller Miene auf die anhaltenden gewaltsamen Proteste in Hongkong. Sie befürchteten eine Beeinträchtigung der Wirtschaft in der gesamten Region. Kopfzerbrechen bereiteten ihnen außerdem die widersprüchlichen Signale im Zollstreit zwischen den USA und China. Darüber hinaus hält eine erneute Welle von Firmenbilanzen Investoren auf Trab.


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Der Euro hat sich am Dienstag wenig verändert über der Marke von 1,10 US-Dollar gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1035 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1041 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag richten sich die Blicke der Anleger auf die ZEW-Konjunkturerwartungen. Das Mannheimer Institut veröffentlicht die Resultate seiner monatlichen Umfrage unter Finanzexperten. Da deren Stimmung auch durch die überwiegend gute Börsenstimmung beeinflusst wird, gehen Analysten von einer Aufhellung aus. Ein Grund für die bessere Stimmung an den Märkten ist die vorsichtige Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit.

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,50 US-Dollar. Das waren 32 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 24 Cent auf 57,10 Dollar.

Rohöl konnte leicht zulegen, weil der US-Dollar etwas schwächer tendierte. Dies machte den Rohstoff, der in dieser Währung gehandelt wird, für Nachfrager außerhalb des Dollarraums etwas günstiger. Die Nachfrage wurde dadurch etwas angeregt.

Ansonsten jedoch lastet weiterhin der ungewisse Fortgang des Handelsstreits zwischen den USA und China auf den Erdölpreisen. Um so gespannter wird eine Rede von US-Präsident Donald Trump erwartet, die er am Dienstag in New York halten will. Beobachter erhoffen sich Hinweise auf das weitere Vorgehen im Handelsdisput.

Profitieren würden von solchen Hinweisen auch die Erdölproduzenten im Opec-Kartell. Derzeit gehen viele Fachleute davon aus, dass die Förderländer um den Ölgiganten Saudi-Arabien ihre Produktion weiter einschränken müssen. Als Gründe werden die vermutlich schwache Rohölnachfrage und das hohe Angebot außerhalb der Opec, insbesondere aus den USA, genannt.

Reuters / dpa-afx

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